Öffentliche Impfstellen schließen zum Jahresende – Ärzteschaft gewährleistet Impfangebote

Öffentliche Impfstellen schließen zum Jahresende – Ärzteschaft gewährleistet Impfangebote
von 8. Dezember 2022 0 Kommentare

Künftig werden die Corona-Schutzimpfungen in Sachsen-Anhalt überwiegend von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten angeboten. Die öffentlichen Impfangebote in den Landkreisen und kreisfreien Städten werden zum Jahresende eingestellt.

 

Hintergrund ist die auslaufende anteilige Finanzierung der Impfzentren durch die Bundesregierung. Zudem war auch die Nachfrage in den öffentlichen Impfstellen zuletzt rückläufig. Bereits jetzt werden etwa 90 Prozent der Corona-Schutzimpfungen in Sachsen-Anhalt von Haus- und Facharztpraxen durchgeführt. Mit der Schließung der öffentlichen Impfstellen werden auch die mobilen Impfteams ihre Angebote einstellen.

Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember 2020 sind in Sachsen-Anhalt 4,66 Millionen Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden, davon mehr als 2 Millionen in den öffentlichen Impfstellen des Landes. 74,1 Prozent der Bevölkerung wurden grundimmunisiert, die Quote für Auffrischungsimpfungen liegt bei 58,4 Prozent.

Zu Beginn der Impfkampagne haben die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten die niedergelassene Ärzteschaft entlastet. Die Hausarzt- und Facharztpraxen sind seit April 2021 an der Impfkampagne beteiligt und bieten seither Corona-Schutzimpfungen an. Im weiteren Verlauf erfolgte die Einbindung weiterer Leistungserbringer. Neben Krankenhäusern (seit September 2021) und Reha-Einrichtungen (seit Oktober 2021) wurde zuletzt den Apotheken und Zahnärzten ermöglicht, Corona-Schutzimpfungen durchzuführen. Ein ausreichendes Impfangebot bleibt damit auch weiterhin gewährleistet.

Ursprünglich sollte die öffentliche Impfinfrastruktur in Sachsen-Anhalt bis Februar bestehen bleiben. Da aber der Bund mitgeteilt hat, dass eine finanzielle Beteiligung des Bundes über den 31.12.2022 hinaus nicht möglich ist, müssen auch die Pläne für die Impfstellen in Sachsen-Anhalt angepasst werden. Gemäß der aktuellen Nachfrage wurden die Impfangebote vielerorts bereits auf ein Minimum reduziert oder gänzlich eingestellt. Künftigen Impfinteressenten wird geraten, sich an ihre behandelnden Haus- oder Fachärzte zu wenden. Sofern dort keine Corona-Impfungen durchgeführt werden, besteht die Möglichkeit über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt eine landkreisbezogene Übersicht entsprechender Impfärztinnen und -ärzte einzusehen. Überdies können interessierte Bürgerinnen und Bürger unter der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de Apotheken finden, die Schutzimpfungen gegen COVID-19 anbieten.

 

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