Sebastian Otto ist neuer und alter Europameister im Brazilian Jiu-Jitsu

Sebastian Otto ist neuer und alter Europameister im Brazilian Jiu-Jitsu
Fotos SV Halle - privat 1
von 13. November 2022 0 Kommentare

Dieser Mann ist nicht zu (s)toppen!

Sebastian „Ottchen Otto, amtierender Weltmeister im Brazilian JiuJitsu (2019), hat am Freitag in Rom (Italien) das Unmögliche möglich gemacht.

Bei den Europameisterschaften der International Brazilian JiuJitsu Federation (Ibjjf) setzte sich der 39jährige SVHalleAthlet souverän gegen eine exklusive, internationale Konkurrenz durch und holte Gold in seiner Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm. Zugleich verteidigte er nach zwei Jahren CoronaWettkampfpause seinen EMTitel von 2019. „On top“ konnte Sebastian Otto gleich im Viertelfinale einsteigen. Dabei überzeugte er auf ganzer Linie und behauptete sich gegen WettkampfTeilnehmer aus Italien, Norwegen und Griechenland.

Ottos Erfolg ist kein Zufall, er basiert auf ehrgeizigen, sehr aufwendigen WettkampfVorbereitungen, aber durchaus auch auf cleverer Strategie. Zusätzlich zu den hiesigem Trainingseinheiten beim SV Halle verlegte der Lehrer für Sport und Ethik seine Wettkampfvorbereitungen mehrmals nach Irland, in die Hochburgen des Kampfsports nach Dublin und nach Naas.

„Die Dichte an erfahrenen JiuJitsuKämpfern ist besonders hoch“, berichtet der Kampfsportler von seiner zweiten Wettkampfheimat. Hier gibt es die Chance, sich mit den Besten der „Branche“ zu messen. Darunter mit den „alte Hasen“, aber durchaus auch mit talentierten Newcomern. „Du lernst immer dazu, trainierst mit Profikämpfern auf WeltklasseNiveau“, berichtet Otto begeistert. So habe er etwa mit dem Iren Cian Conlan und den aus Moldawien stammenden Sergey Pikulskiy trainiert beide sind Freunde und WeltklasseAthleten. „Erst durch den direkten Vergleich weiß man, wo man wettkampfmäßig ungefähr steht“, sagt Otto.

 

Fotos SV Halle - privat

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Und dann ist da auch noch ein taktischer Schachzug. „Ich habe mich für eine neue Gewichtsklasse entschieden“, überrascht der Kampfsportler, der bislang bis 85,5 Kilogramm unterwegs war. „Also bin ich in die ,91‘ gegangen, damit mich die bekannten Gegner umsonst beobachten und studieren.“ Zur Überraschung vieler, quasi als Newcomer, sei er dann in der neuen Klasse (heavy, BraungurtRang) angetreten, und das mit Riesenerfolg. „Im Halbfinale habe ich in dieser Gewichtsklasse den dort angesiedelten Europameister von 2019, Tony Fethke, geschlagen. Einen Profi, der 2019 in der Weltrangliste sogar auf Platz 1 lag“, freut sich der Hallenser über seinen EMErfolg.

Doch ausruhen kann er sich nicht. Denn nach der EM ist vor der WM. In vier Wochen will Sebastian Otto, der dieses Jahr bereits zweimal Gold bei den Madrid International Open IBJJF JiuJitsu Championship 2022 holte, auch seinen WMSieg in Anaheim (USA) wiederholen. Der EMTitel sei dafür ein RiesenMotivationsschub.

Lange bevor Sebastian Otto Brazilian JiuJitsu für sich entdeckt hat, war er als Ringer aktiv.„Das ist ein Riesenvorteil, ich profitiere heute von der erlernten Technik und der Grundkraftstruktur. „Vielen meiner Gegner fehlt diese klassische Ringerausbildung, die ich beim SV Halle bekommen habe.“ Seine robuste Art, sein individueller, ringerbetonter Kampfstil mit den erlernten Bewegungsmustern, machten ihn für Gegner oft unberechenbar. „Klar, ich bin ein Dinosaurier bei den Wettkämpfen“, sagt Otto augenzwinkernd. Aber mit diesen Basics könne er sich auch im fortgeschrittenen Alter mit den Besten der Welt messen.

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