Erkundungsbohrungen am Gimritzer Damm

Sieben Jahre Glück – Damm darf gebaut werden | Halle - Gestern und Heute
von Manfred Boide

Am Gimritzer Damm kommen die Arbeiten langsam in Fahrt. Seit gestern werden Erkundungsbohrungen entlang des 1,2 Kilometer langen zukünftigen neuen Damms durchgeführt. Ausgeführt werden die Arbeiten durch die Firma Bohr- und Geotechnik Nowak GmbH aus Kelbra, OT Tilleda. Dazu sind mehrere Bohrungen in einer Tiefe von jeweils ca. 13 Metern angelegt. Die dabei erhaltenen Bohrkerne werden dem Planungsteam zur Auswertung des Baugrundes vorgelegt. 

Das ist schon insofern notwendig, da der Untergrund für das zu schaffende Bauwerk, eine Stahlbetonwand mit einer Pfahlgründung bis zu 8 Meter tief im Boden verbaut wird. Oberhalb des Dammes wird die Wand teilweise bis zu 1,2 Meter zu sehen sein.

Bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen, soll außerdem festgestellt werden, ob es Munitionsfunde aus dem 2. Weltkrieg gibt oder der Boden kontaminiert ist. Außerdem könnte es durchaus archäologische Befunde geben.

Vor 7 Jahren hatte das Hochwasser von 2013 erhebliche Schäden am alten Damm angerichtet. Nur durch den Einsatz der Hallenser und der Einsatz- und Rettungskräfte war es damals gelungen den Damm zu verstärken und das Eindringen der Hochwasserfluten nach Halle-Neustadt zu verhindern. In der Folge gab es erhebliche Widerstände bei der Planung und des Baubeginns. Erst durch das Eilverfahren des Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg wurde entschieden, dass mit dem Dammbau nunmehr begonnen werden kann.

Die Anlage wird insgesamt 3,3 Millionen Euro kosten, aus Fluthilfemitteln finanziert und soll bis 2021 fertiggestellt sein.

[Luftaufnahmen: ESMERO.de]

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