„Festliche Salztafel“ der Halloren 2018

Salinemuseum | Halle - Gestern und Heute
von hallelife.de | Redaktion

Die „Festliche Salztafel“ der Halloren, zu welcher die Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle einmal im Jahr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auf die Saline einlädt, fand am 8. November in der Siedehalle des Technischen Halloren- und Salinemuseums statt. Eröffnet wurde die Salztafel traditionell einem Fahnespiel und dem Fahnenschwenken der Brüderschaftsfahne im Fackelschein.

Eröffnet wurde die "Festliche Salztafel" auch in diesem Jahr traditionell mit einem Fahnenspiel und dem Fahnenschwenken der Brüderschaftsfahne im Fackelschein vor dem Salinemuseum.

Nach der Eröffnung des festlichen Abends durch Steffen Kohlert, dem Vorsitzenden des Technischen Halloren- und Salinemuseums und Matthias Frosch 1. und Regierender Vorsteher der Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle, richtet der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) Dr. Bernd Wiegand Grußworte an alle Gäste.

Er hob die positiven Entwicklungen in der Stadt hervor und versicherte auch die weitere gute Zusammenarbeit der Stadt mit der Brüderschaft und dem Museum. Ebenso ging er nochmals auf die nun bald beginnenden umfassenden Sanierungsmaßnahmen im Museum ein und die damit verbundene Erhaltung des einmaligen Saline-Ensembles ein.

Den Festvortrag des Abends hielt, der Direktor der Franckeschen Stiftungen, Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, mit dem Thema: „Die Kunst des Reisens im Halleschen Pietismus“. So manche Anekdote aus den alten Reiseberichten der Halleschen Missionare lies die Anwesenden schmunzeln. Solch beschwerliche Reisen sind heute kaum noch vorstellbar. 

 

 

Der Höhepunkt des Abends war dann die offizielle Übergabe eines historisches Hallorenglases an das Salinemuseum.

Die Leitung der reha FLEX Saline Rehabilitationsklinik Halle/Saale überreichte ein historisches Hallorenglas aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Festlichen Salztafel der Halloren war ein würdiger Anlass für die Übergabe dieses kostbaren Geschenkes an den Verein Hallesches Salinemuseum e. V. Dieses ist nun das erste Glas, welches das Museum selbst besitzt.

Die Hallorengläser sind wichtige und rare Zeugnisse zur Kulturgeschichte der Halloren und ihrer Brüderschaft.

Die ältesten bekannten Hallorengläser stammen aus dem 17. Jahrhundert. Allgemein war es guter Brauch, bei Feierlichkeiten auf das Wohl der Gäste mit besonders geschmückten Gläsern und Pokalen zu trinken. Auch die Halloren feierten mit für diesen Anlass angefertigten Gläsern ihr Pfingstbier. Mit gutem „Torgauisch Bier“ gefüllt wurden sie dem Salzgrafen übergeben. Diese Tradition lebt bis in die Gegenwart fort. Die Halloren verschenken heute noch zu besonderen Anlässen Hallorengläser an wichtige Persönlichkeiten, die speziell mit Motiven aus dem Brüderschaftsleben gestaltet werden.

Auf den Gläsern befindet sich farbige Glasmalerei, die vor allem das Aussehen der Halloren im Wandel der Zeit wiedergibt, und Trinksprüche wie „Vivant den Brüdern im Thale“ enthält.

Das zur Salztafel am 8.11.2018 überreichte Hallorenglas stammt, so weit bis jetzt bekannt ist, aus dem Nachlass einer halleschen Apothekerfamilie und wurde in einem Berliner Auktionshaus entdeckt. Dank der aufmerksamen Auktionatoren hat es nun "Als vermutetets Zuckerglas", wieder seinen Weg auf die Saline gefunden.

 

Als Ehrengäste der Salztafel waren, der Bildungsminister Marco Tullner, welcher den Ministerpräsidenten vertrat, der Oberbürgermeister der Stadt Halle - Dr. Bernd Wiegand, der Rektor der Martin-Luther-Universität - Prof. Dr. Christian Tietje, Baron Michael von Busse, Enkel des Freiherrn Dr. Hans-Hasso von Veltheim-Ostrau und seine Königliche Hoheit Franz-Friedrich von Preußen anwesend.


Zur Besonderheit der „Festlichen Salztafel“ zählt nicht nur eine Präsentation von Silberbechern aus dem Silberschatz der Halloren, sondern auch der gemeinsame Umtrunk aus diesen edlen Trinkgefäßen.

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