Übergabe Gruftbögen zum 250. Todestag von Johann Christoph von Dreyhaupt

Stadtgottesacker | Halle - Gestern und Heute
von Manfred Boide

Auf dem Stadtgottesacker von Halle wurden heute aus Anlass des 250. Todestages von Johann Christoph von Dreyhaupt neue Gruftbögen, Gitter und Gedenktafeln an die Stadt Halle übergeben. Der Vorsitzende der Bauhütte Stadtgottesacker [www.bauhuette-stadtgottesacker.de], Peter Dahlmeier, übergab im Rahmen einer Feierstunde symbolisch an die Stadt Halle die im vergangenen Jahr fertiggestellten Restaurierungsobjekte auf dem Stadtgottesacker.

Der neu gestaltete Gruftbogen Nummer 34, ein Schlussstein in Form eines Bronzeportraits von Johann Christoph von Dreyhaupt im Bogen Nummer 58, das Ziergitter für den Bogen Nummer 12 mit der mittig dargestellten Jahreszahl 1741 sowie zwei Tafeln mit dem Dank an die Spender und Unterstützer des Vereins sind dabei nur der Auftakt für die noch bevorstehenden Aufgaben bei Wiederherstellung der gesamten Anlage.

Auf dem Stadtgottesacker sind herausragende Persönlichkeiten der Stadt bestattet, wie Felicitas von Selmnitz [1488 – 1558], Johannes Olearius [1546 – 1623], Friedrich Madeweis [1648 – 1705], Christian Thomasius [1655 – 1728], August Hermann Francke [1663 – 1727], Johann Reinhold Forster [1729 – 1798], Ludwig Wucherer [1790 – 1861], Kilian Stisser [1562 – 1620], Johann Christian Förster [1735 – 1798] sowie Katharina Kroll. Letztere fand 1570 ihre letzte Ruhe auf dem Stadtgottesacker von Halle [Bogen Nummer 11]. Bisher weniger bekannt ist, das spanische, belgische, schwedische und norwegische Königshaus haben ihre „Wurzeln“ in Halle und sind Nachfahren von Katharina Kroll.

Der Verein EKKEHARD e.V. sieht eine seiner Aufgaben über grundlegende Forschungen Kenntnisse zur Belegungsgeschichte des Gottesackers zu erwerben und zu publizieren. Der Vereinsvorsitzende Bernd Hofestädt unterstützt auch seit Jahren als Mitglied der Bauhütte die Bildhauer bei der Auswahl von Motiven und der Gestaltung von Inschriften.

Wer den Verein in seiner Arbeit unterstützen oder Mitglied werden möchte, kann sich auf der Webseite von „EKKEHARD“ informieren: http://www.verein-im-netz.de/ekkehard.

An der Veranstaltung am 15. Dezember nahmen neben vielen Interessierten, Vereinsmitglieder und deren Unterstützer auch Spender, Altbischof Axel Noack, der Bildhauer Prof. Bernd Göbel und der Oberbürgermeister der Stadt Halle Dr. Bernd Wiegand teil.

Erstmals läutete anlassbezogen die über 400 Jahre alte Glocke im Torturm.

Quellen: „EKKEHARD – Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen“ – Heft 3 - 2017 und 4 - 2018.

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