24. Mai Ao. 1462

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Barfüßer-Kloster | Katja's Geschichte(n)

Ertzbischoff Friedrichs zu Magdeburg Consens in den Verkauff eines Frey-Hauses zu Cönnern, so das Barfüßer-Closter zu Halle an einen Altaristen zu Cönnern verkaufft.

Nachdem im Jahre 1210 der Orden der Franziskaner von Papst Innocenz III. bestätigt wurde, bildeten sich recht schnell - auch in deutschen Landen - Glaubensgemeinschaften heraus, die den Lebensidealen des Heiligen Franziskus von Assisi folgten.

24. Mai Ao. 1462

So entstand in Halle das Barfüßer-Kloster vermutlich im Jahre 1225. Heute finden wir an seiner Stelle das Haupt- oder Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Die Mönche des Klosters wurden deshalb Barfüßer genannt, weil sie dem Armutsgelübde ihres Ordens folgend barfuß liefen oder Sandalen oder Holzschuhe ohne Strümpfe trugen. Noch heute folgen viele Angehörige sogenannter Bettelorden dieser Tradition und tragen ganzjährig Sandalen.

Das Barfüßer-Kloster in Halle, bescheiden und dennoch dauerhaft in Stein aufgeführt, besaß gemäß der Ordensregel keine Güter, von Garten und Holz einmal abgesehen. Dennoch erhielt das Kloster im Laufe der Zeit Einkünfte aus Stiftungen. 

Schon frühzeitig entbrannte innerhalb der Bettelorden die Debatte um die Armut der Kirche, denn die Ordensregeln hatten sich allgemein etwas gelockert. Als berühmtes Beispiel mag hier die Armutsdebatte aus Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose" dienen.
Gegen die Lockerung der Ordensregeln bildete sich um die Mitte des 14. Jh. die sogenannte Observanzbewegung heraus, die für eine Rückkehr zum ursprünglichen Armutsgebot des Ordens und für eine strengere Beachtung (Observanz) der Ordensregeln eintrat. Aus dieser Bewegung entwickelte sich der franziskanische Reformorden OFM (Ordo fratrum minorum; dt.: Orden der Minderen Brüder), dem auch das Barfüßer-Kloster in Halle angehörte.

So hat das Barfüßer-Kloster immer wieder Besitzungen abgestoßen. Zu diesen Gütern gehörte ein Freihaus (Gasthaus) und Hof in Könnern. Der Altarist Jacob Heinrich erwirbt dieses Haus nahe des Kirchhofes in Könnern gegen Zahlung von 20 Schock alten Groschen (also 120 Groschen). 
Der Pfarrer zu Könnern ist der Lehnsherr des Hauses und erhält jedes Jahr zum Martinstag (11. November) 2 Hühner als Zins für das Lehen. 

Ein Altarist kümmerte sich um die Pflege eines Altars und alle damit verbundenen Verrichtungen. Als Stellvertreter des Pfarrers feierte er die vorgesehenen Heiligen Messen zum Wohle des Stifters. Er wurde aus den Erlösen der Altarstiftung bezahlt. 
Mit der Reformation wurden Altarstiftungen abgeschafft.

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