Aus dem Vereinsleben des Salzstadtclans

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von Michael Waldow

Sage einer, dass Sagen uns nichts sagen. Wir wissen nicht, ob die Wortspielerei gelungen ist, aber sie hat mit unserem Vereinsleben im Salzstadtclan eine Menge zu tun. Im Moment ist die gemeinsame Freizeit oder ein normales Vereinsleben ein wenig begrenzt, durch Mächte, die zwar winzig sind, aber große Auswirkungen haben.

Da sich aber der Salzstadtclan oder der Freizeit- und Kreativverein mit vollständigem Namen „Michas Clan aus der Salzstadt Halle (Saale)“ der Geschichte von Halle verschrieben hat, machten sich die Mitglieder daran, eine Podcast Seite mit besagten Sagen zu gestalten. Die Technik kommt vom MSW-Welten Verlag, die Podcast Seite wird von selbigem ebenfalls betrieben.

Halle an der Saale hat eine Unmenge von Sagen oder auch sagenhaftes aus uralter Zeit zu bieten, die es zu erzählen und damit zu bewahren gilt. Man kann sie sich im Internet zusammensuchen oder ein Buch kaufen, zum Beispiel von dem 1945 verstorbenen Heimatdichter Siegmar Schultze – Gallera, oder man kann sich nun auch einfach auf dem Sofa, in der Straßenbahn oder wo auch immer mal hinsetzen und den alten Sagen, gesprochen von der Salzmagd, zuhören. So ist es doch nett unterm Eselsbrunnen zu sitzen und sich die wohl berühmteste Sage der Stadt über das Handy zu Gemüte zu führen. Kultur, die man sich mal allein in diesen Zeiten gönnen kann. In den nächsten Wochen und Monaten werden die Sagen aufbereitet. Somit gibt es immer wieder Neue.

Sagen geben das wieder, was Volkes Maul sich „zusammengereimt“ hat über die Dinge, die damals nicht zu erklären waren. Da ist in den Jahrhunderten einiges zusammengekommen und manches weist auf eine sehr, sehr alte Geschichte in unserem Gebiet hin. Es geht zum Beispiel um die Prinzessin Zorge, die schon zu Zeiten der Slawen und Germanen ihren sagenumwobenen Auftritt hatte. Die meisten Sagen erzählt, wie schon vermeldet, standesgemäß die Salzmagd des Vereins. Sie ist das Maskottchen des Vereins und fiktive Gestalt aus dem 15. Jahrhundert, die mit ihrer ebenfalls fiktiven Mutter Betlin in die tatsächlich vorhandenen Ausspanne „Zu den drei Schwänen“ in der heutigen Rannischen Straße 15 einst lebte und arbeitete. Ihre Abenteuer kann man sogar nachlesen in dem Heft „Der Salzkaufmann und die Salzmagd aus Halle (Saale)“.

Sophie Wohlleben, so der richtige Name, spricht nicht nur gern die Sagen und übt sich so im Sprechen, sondern sie singt auch schon mal hier und da und das natürlich wunderschön. So interpretiert sie das Lied „110“ von Lea in einem eigens für sie produzierten Video und dazu noch ein für sie komponiertes und arrangiertes Lied für ein Märchenbuch, in dem sie auch eine gezeichnete Hauptrolle spielt. Das weist schon mal auf die Vielfalt der Sophie und des Vereins hin. Womit wir wieder bei den Sagen wären. Schon sind sechs Sagen auf dem Podcast zu hören, den man unter dem Salzstadtclanpodcast, auf Google Podcast oder iTunes finden kann. In den nächsten Wochen und Monaten sollen weitere Produktionen folgen. Geplant sind Sagen sowohl aus Halle als auch aus der Umgebung, aber da bleibt noch einiges zu tun, respektive zu sprechen.  Es gibt doch der Sagen viele, alle können uns etwas über den Glauben oder die Ansichten unserer Vorfahren sagen. Sage also einer, dass uns Sagen nichts sagen.

Und wer mehr hören möchte, der gehe auf die Podcastseite des MSW-Welten Verlages, wo es Geschichten und Gedichte gibt, rund um unmanierliche Katzen, liebe Hunde, den Riesen Bodo, der alten Familie Berthels und anderen seltsamen Dingen. Sage also einer, dass man in diesen Zeiten nichts zu sagen hat.

 

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