Tarifverhandlungen für den Großhandel Sachsen-Anhalt beginnen in Halle

ver.di | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Mit einer Forderung von 6,5 %, mindestens 160 EUR, geht ver.di in die Tarifverhandlungen für die 17.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel und im genossenschaftlichen Großhandel in Sachsen-Anhalt. Die Ausbildungsvergütungen sollen je Ausbildungsjahr um 100 EUR steigen. Der Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen werden. Damit der Tarifvertrag auch allen Beschäftigten zu Gute kommt, sollen die Arbeitgeber aufgefordert werden, gemeinsam mit ver.di die Allgemeinverbindlichkeit für die Tarifverträge des Großhandels Sachsen-Anhalt zu beantragen.

Schon in der vergangenen Woche sind Beschäftigte in den Großhandelslagerstandorten von Netto in Coswig, Penny in Halle-Queis und der Edeka in Landsberg im Rahmen einer „aktiver Mittagspausen“ nachdrücklich für ihre Forderungen eingetreten.

„Die Beschäftigten brauchen eine deutliche Erhöhung ihrer Einkommen. In einer aktuellen Tarifbefragung klagen 92 % über eine deutliche Erhöhung der Arbeitsbelastung. Mehr als 90 % befürchten, bis zur Rente gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erleiden. Für 54 % der Befragten reicht das Arbeitseinkommen nicht. 95 % glauben nicht, dass die Rente für ein erfülltes Leben ausreicht. „Das sind dramatische Zahlen“, so ver.di-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. „Die Gewinne sind in den letzten Jahren deutlich stärker angestiegen als die Einkommen. Im Großhandel besteht ein erheblicher Nachholbedarf.“

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