ver.di setzt Streiks im Einzelhandel fort

ver.di | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Nach dem unzureichenden Angebot der Arbeitgeberseite im Rahmen der gestrigen Tarifverhandlung für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel der mitteldeutschen Region werden die Streiks heute fortgesetzt.

„Diese Reaktion der Beschäftigten wurde von den Arbeitgebern geradezu provoziert. Ein inakzeptables Angebot zur Steigerung der Löhne und Gehälter, keine Laufzeitangleichung und das Ignorieren der Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeitserklärung können nur die Fortsetzung der Arbeitskämpfe zur Folge haben“, so die Einschätzung vom ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

Seit den frühen Morgenstunden streiken die Beschäftigten bei Kaufland in Gera, bei IKEA in Erfurt und wie bereits angekündigt, bei HERMES in Haldensleben.

„Hier erwarten wir im Verlaufe des Tages mehr als 500 Streikende – ein deutliches Signal an den Verhandlungspartner“, sagt Torsten Furgol, Gewerkschaftssekretär für den Handelsbereich in Sachsen-Anhalt.

„Unsere Planungen sehen die Fortsetzung der Arbeitsniederlegungen bis zur nächsten Tarifverhandlung am 10. Juli vor. Sollte sich zwischenzeitlich auf der Arbeitgeberseite ein Umdenken einstellen, werden wir die Situation neu bewerten“, so der Verhandlungsführer.

ver.di fordert für die 256.000 Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Erhöhung von 2 Cent pro Minute. Die Ausbildungsvergütungen sollen je Ausbildungsjahr um 100 EUR steigen. Der Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von 10 Monaten abgeschlossen werden.

Damit der Tarifvertrag auch allen Beschäftigten zu Gute kommt, will ver.di gemeinsam mit den Arbeitgebern die Allgemeinverbindlichkeit für die Tarifverträge des Einzel-/Versandhandels beantragen.

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