Offizielle Einweihung der Solarthermieanlage - Inbetriebnahme neuer Block C im Energiepark Dieselstraße

Foto: Stadtwerke Halle GmbH
Stadtwerke Halle | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Am 26. November veröffentlichte die DENA (Deutsche Energie-Agentur) im Auftrag der Bundesregierung den Abschlussbericht zur „Urbanen Energiewende“. Ziel des Projektes: Wie kann die Energiewende kurz- und mittelfristig bis 2030 in Großstädten umgesetzt werden. Hierbei wurden mehr als 200 Energiewendeprojekte analysiert - Ergebnis: „Unser Projekt Energie-Initiative Halle (Saale) wurde als Vorzeigeprojekt bzw. Projekt mit Modellcharakter besonders gewürdigt. 

Dieser Bericht zeigt zudem sehr deutlich, dass wir in Halle (Saale) schon heute viel erreicht haben. Die Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Halle ist beispielsweise bereits jetzt 50 Prozent geringer als im deutschlandweiten Vergleich“, sagt Olaf Schneider, Geschäftsführer der Stadtwerketochter EVH GmbH und Initiator der Energie-Initiative. Die Initiative wird heute drei Jahre alt und besteht aktuell aus 26 Beteiligten.

Die Energie-Initiative Halle (Saale) ist ein Bündnis wichtiger gesellschaftlicher Partner, um die Energiewende vor Ort in Halle umzusetzen. Sie wurde im Jahr 2016 auf Initiative der EVH GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, gegründet. Seitdem werden alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam getroffen. Zu Beginn bestand die Initiative aus 21 Mitgliedern. Mittlerweile ist sie auf 26 Partner angewachsen. Sie trägt dazu bei, das Energie- und Klimapolitische Leitbild der Stadt Halle (Saale) mit Leben zu erfüllen und ist mehrstufig aufgebaut. Weitere Informationen hier: https://energieinitiative-halle.de.

DENA lobt Zusammenspiel aller Beteiligten / Transparenz & Partizipation

Insbesondere lobte die DENA das Zusammenspiel aller Beteiligten der Energie-Initiative Halle (Saale): „Die Energie-Initiative ist durch einen hohen Konsens geprägt, der viel Transparenz und Partizipation erfordert, da das Gesamtoptimum nur gemeinsam mit allen Beteiligten erreicht werden kann.“

Synergien aus Wärme- und Stromversorgung nutzen

Das integrierte Konzept wird die Sektorkopplung vorantreiben und Synergien aus Wärme- und Stromversorgung nutzen. Bei der Wärmeversorgung stehen die Modernisierung und der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Vor allem die Einbindung erneuerbarer Energien und die Modernisierung der bestehenden KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) soll bis 2040 zur weitgehenden Dekarbonisierung der Fernwärme führen. Im Rahmen des Ausbaus des Fernwärmenetzes ist der Bau einer Power-to-Heat-Anlage mit einem Elektrodenkessel mit 25 MW Leistung geplant. Mittels einer Flusswärmepumpe (Saale-to-Heat) mit 20 MWth und 7 MWel Leistung wird die Wärme aus der Saale genutzt werden.

Modernisierung Energiepark: Inbetriebnahme von Block C wird gestartet

Weiterhin modernisiert die Stadtwerketochter EVH den Energiepark Dieselstraße und treibt damit die Umsetzung ihres Investitionsprogramms ‚KWK35 zur flexiblen Wärme- und Stromerzeugung 2035‘ voran. Ein Meilenstein war im September 2018 die Inbetriebnahme des Energie- und Zukunftsspeichers, der weithin als Zeichen der Energiewende sichtbar ist. „Nachdem wir im November den Block A in Betrieb genommenen haben, der nun wieder Strom und Wärme liefert, werden wir heute die Inbetriebnahme des Kraftwerksblockes C starten und das ganze nach nur zwölf Monaten Bauzeit“, sagt EVH-Chef Olaf Schneider.

Grüne Wärme: Solarthermieanlage in Halle Trotha offiziell eingeweiht

Am Standort Halle Trotha wurde eine große Solarthermieanlage mit 3,3 Megawatt (MW) errichtet und heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Durch diese Maßnahmen soll die Grundlast der Fernwärme schon im Jahr 2022 fast komplett dekarbonisiert sein. Ein Wärmespeicher (weltweit größter dieser Bauart) mit einem Fassungsvermögen von 50.000 m3 und einer Wärmeleistung von 70 MW ergänzte im September 2018 den bereits vorhandenen Speicher mit 6.000 m3. Somit können die KWK-Anlagen (200MWel) noch flexibler auf die volatile EE-Einspeisung reagieren. Der schon heute hohe EE-Anteil im Strom (25 MW Wind und 75 MW PV) soll bis 2025 auf 200 MW ausgebaut werden. Das entspricht dem kompletten Verbrauch der 135.000 Haushalte in Halle.

Beitrag Teilen

Zurück