Die geplante Fällung von Pappeln auf der Rabeninsel ist nicht mit dem Klimaschutz vereinbar

Fraktion Hauptsache Halle | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Die 41 Hektar große Rabeninsel in Halles Süden ist anerkanntes Naturschutzgebiet und beliebtes Ausflugsziel gleichermaßen. Sie ist Heimat vieler seltener Vogelarten, die in Winterlinden, Kopfweiden oder Eichen nisten. Doch in Kürze sollen auf der Rabeninsel auf 9.500 m2 Pappeln gefällt und stattdessen Eichen angepflanzt werden. Der Hintergrund: Eichen können sich in Auenwäldern kaum auf natürliche Weise vermehren. Um Platz zu schaffen, sollen deshalb die bis zu 80 Jahre alten Pappeln fallen.

Der Eingriff ist rechtens und gilt als ökologische Ausgleichmaßnahme für Baumfällungen am Gimritzer Damm. Dennoch kritisiert Hauptsache Halle die vom Stadtrat mehrheitlich beschlossene Aktion.

„Die Fällung so vieler Bäume ist mit dem Klimaschutz nicht vereinbar, meint Dr. Sven Thomas, Mitglied der Fraktion Hauptsache Halle und Vorsitzender des Ausschusses für städtische Bauangelegenheiten und Vergaben. Pappeln sind hervorragende CO2-Speicher. „Die neu gepflanzten Eichen werden Jahrzehnte brauchen, um das auszugleichen. Gesunde Bäume ohne Not zu fällen, ist heutzutage keine ökologisch sinnvolle Maßnahme mehr“, so Thomas weiter.

Um die grüne Lunge der Stadt zu schützen, hatte Hauptsache Halle vorgeschlagen, für Neuanpflanzungen zunächst die auf der Rabeninsel verfügbaren Freiflächen zu nutzten und schrittweise abgestorbene Bäume zu ersetzen.

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