Dienstwagenflotte der HWF ist ab 2021 elektrisch unterwegs

HWF
Emissionsfrei durch die Stadt | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Bereits seit 2017 ist die Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG (HWF) mit E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen auf Halles Straßen unterwegs. Ab dem Sommer dieses Jahres ist die Zeit der reinen Benzin- und Dieselantriebe im Fuhrpark der Genossenschaft dann endgültig vorbei.

In Zeiten des Klimawandels gilt es, unternehmerisches Handeln verstärkt an den Belangen des Umwelt- und Klimaschutzes auszurichten. Die HWF treibt seit vielen Jahren die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Bestände – verstärkt unter ökologischen Gesichtspunkten – voran. Insektenfreundliche Blühwiesen, Baumpatenschaften, die genossenschaftliche Baum-Ambulanz sind neben der klimafreundlichen Sanierung der Objekte, der Nutzung und dem konsequenten Ausbau des Energieträgers Fernwärme und nicht zuletzt der ersten genossenschaftlichen E-Tankstelle Halles im Königsviertel Beispiele dafür.

Gemeinsam mit der Energieversorgung Halle (EVH) und dem D.I.T. Autohaus Halle geht die Genossenschaft den nächsten Schritt – die Umstellung der kompletten Dienstwagenflotte auf weitgehend emissionsfreie Antriebe. Damit wird sie eines der ersten deutschen Wohnungsunternehmen sein, die ihre Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor vollständig ersetzen. Den abgasfreien Anfang macht der Ende Dezember 2020 in den Fuhrpark aufgenommene Toyota Mirai, ein mit Wasserstoff betriebenes Brennstoffzellen-Fahrzeug. Ab dem Sommer 2021 werden die Einsatzfahrzeuge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur noch elektrisch unterwegs sein.

 

„Abwasser“ statt Abgas – Fadi Awwadeh mit einem Glas Verbrennungsrückstand des Toyota Mirai

 

In einem gemeinsamen Projekt mit der EVH wird vor der Geschäftsstelle der Genossenschaft eine umfangreiche Ladeinfrastruktur installiert. Über ein Lastmanagement werden die 17 zu errichtenden Ladepunkte überwacht und gesteuert, um den Gesamtenergiebedarf auf die Ladepunkte (Wallboxen) zu verteilen.

 

Franziska Mikutta (Fachbereichsleiterin Gebäudeverwaltung) mit „ihrem“ Dienstwagen an der Wasserstoff-
Tankstelle in der Selkestraße

                             

Genossenschaftliche E-Tankstellen der HWF im Königsviertel und an der Geschäftsstelle

 

Konzept für die Ladeinfrastruktur auf dem Firmenparkplatz HWF Freyburger Str.3

(Vorlage zur Kommissionssitzung B/MW am 05.11.2020)

Rahmenbedingungen

  • LIS soll ausschließlich zur internen Verwendung installiert werden (Dienstwagenflotte)

  • Es sollen ausschließlich firmeneigene Fahrzeuge beladen werden

  • Alle Ladepunkte sind in ein lokales Lastmanagement zu integrieren

  • Errichtung von insgesamt 17 Ladepunkten

  •  Austausch der Bestandsladeinfrastruktur (2 Ladepunkte Firma ABL)

Leistungsbedarf und Spannungsversorgung

  • Umrüstung der Hauptverteilung im E-Anschlussraum für neuen Abgang „Elektromobilität“

  • Leistungsbedarf je Ladepunkt: max. 22 kW

  • Theoretischer Gesamtleistungsbedarf: 17 x 22 kW = ca. 374 kW

  • Gesamtleistungsbedarf muss durch Einsatz eines Lastmanagements reduziert werden, da lediglich 100 kW Anschlussleistung für Elektromobilität zur Verfügung stehen (Grundlage hierfür ist die durchgeführte Leistungsmessung im Zeitraum 15.10 – 23.10.19)

  • Errichtung einer neuen Unterverteilung im Außenbereich für Versorgung aller Ladepunkte

  • Verlegung einer neuen Leitung ab Hauptverteilung bis zur neuen Unterverteilung, Absicherung mit 3x160A = 100kW

  • Sternförmige Versorgung aller Ladepunkte ab neuer Unterverteilung

Sonstige Anforderungen

  • Überspannungsschutz wird installiert

Datenanbindung

  • Im Schaltschrank der neuen Unterverteilung wird ein Switch installiert

  • Alle Ladepunkte werden sternförmig, ausgehend von dem Switch via Ethernet-Kabel angebunden

  • Leitungsverlegung erfolgt parallel zur Spannungsversorgung in der gleichen Trasse

  • 1 Ladepunkt wird die Steuerung aller anderen Ladepunkte realisieren (Master-Slave)

Ladeinfrastruktur

  • Als Ladepunkte sind die Wallboxen der Firma Mennekes Modell AMTRON Professional+ vorgesehen

  • Montage erfolgt entweder an der Gebäudewand oder an Edelstahlsäulen, die auf ein Fundament verschraubt werden (2 Wallboxen je Säule)

  • Die Ladepunkte erfüllen die oben genannten Anforderungen

Konzept Ladeinfrastruktur HWF Freyburger Str. 3,
D. Neumann, M. Offermanns, J. Stoye (EVH), G. Winkler (EVH)

 

 

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