Linksjugend gegen Bundeswehr auf Laternenfest

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Volksfest | Aktuelles
von Tobias Fischer

Am Freitag startet in Halle (Saale) das Laternenfest. Auch die Bundeswehr ist wieder mit dabei, Reservisten haben für die Pontonbrücke an der Ochsenbrücke gesorgt. Über Karrierechancen bei der Bundeswehr soll an einem Stand informiert werden

Linksjugend gegen Bundeswehr auf Laternenfest

Am Freitag startet in Halle (Saale) das Laternenfest. Auch die Bundeswehr ist wieder mit dabei, Reservisten haben für die Pontonbrücke an der Ochsenbrücke gesorgt. Über Karrierechancen bei der Bundeswehr soll an einem Stand informiert werden.

Und dagegen wehrt sich die “Linksjugend[’solid] Halle”. Sie will die Bundeswehr vom Fest ausschließen. “Die Bundeswehr verköstigt auf dem Laternenfest die Besucher und zeigt sich betont familienfreundlich, während sie zeitgleich in Afghanistan und anderswo Krieg führt”, heißt es in einer Mitteilung. Verwiesen auf 1.462 Menschen, die seit Jahresanfang am Hindukusch ums Leben gekommen seien. “Der Einsatz ist in der Bevölkerung sehr umstritten und eine Mehrheit ist für den sofortigen Abzug der deutschen Soldaten. Dennoch hat die Akzeptanz dieses Kriegseinsatzes für die Bundesregierung und die Streitkräfte einen hohen Stellenwert, so dass sogar Familienfeste missbraucht werden, um das Bild der Armee und ihrer Einsätze in der Bevölkerung zu verbessern.”

Weiter heißt es in der Mitteilung: “Insbesondere die Selbstinszenierung als „normaler“ Arbeitgeber und die Werbung interessierter Jugendlicher ist hier ausdrücklich Bestandteil des Auftretens der Bundeswehr bei öffentlichen Veranstaltungen. Mit dem Ende der Wehrpflicht und der Umstrukturierung der Bundeswehr wird dabei die Anwerbung junger Menschen immer wichtiger. Gerade in den neuen Bundesländern mit einer hohen Arbeitslosenquote nutzt die Bundeswehr Perspektivlosigkeit, um sich als attraktive Alternative zu Hartz IV oder Wegzug profilieren. Doch verschweigt sie, dass ihre „attraktiven“ Alternativen darin bestehen, Krieg zu führen, in anderen Ländern Leben zu nehmen und zu verlieren. Die Bundeswehr kann man deshalb nicht mit anderen Arbeitgebern vergleichen, sie sollte sich auch nicht so präsentieren dürfen!”

Die Linksjugend fordert weiter, dass ein Familienfest ohne Bundeswehr auskommen sollte und nicht der Ort sein soll, “wo unter dem Deckmantel der Familienfreundlichkeit Werbung fürs Sterben gemacht wird! Für ein friedliches Laternenfest – ohne Bundeswehr!”

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