Neue Initiative will A 143 verhindern

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Bauvorhaben | Aktuelles
von Tobias Fischer

Ostern gab es einen Protestmarsch gegen die Autobahn A 143, die die A 38 mit der A 14 verbinden soll. Nun will die „Bürgerinitiative Saaletal“, die am Montag im halleschen Reformhaus gegründet wurde, die Proteste forcieren. Ziel sei es, „die Naturschätze im Unteren Saaletal zwischen Halle und Wettin zu bewahren und insbesondere die Zerschneidung dieser vom Menschen noch wenig gestörten und im europäischen Maßstab bedeutenden Naturlandschaft durch eine Autobahn zu verhindern“, heißt es in einer Erklärung

Neue Initiative will A 143 verhindern

Ostern gab es einen Protestmarsch gegen die Autobahn A 143, die die A 38 mit der A 14 verbinden soll. Nun will die „Bürgerinitiative Saaletal“, die am Montag im halleschen Reformhaus gegründet wurde, die Proteste forcieren. Ziel sei es, „die Naturschätze im Unteren Saaletal zwischen Halle und Wettin zu bewahren und insbesondere die Zerschneidung dieser vom Menschen noch wenig gestörten und im europäischen Maßstab bedeutenden Naturlandschaft durch eine Autobahn zu verhindern“, heißt es in einer Erklärung. Man wolle eine breitere öffentliche Beteiligung an den Planungen für die sogenannte Westumfahrung von Halle (Saale).

Rund 20 Erstunterzeichner schlossen sich der Initiative an. Dazu gehören Anwohner, die von der Trasse betroffen wären, aber auch Umwelt- und Klimaschützer, Naturfreunde und Wissenschaftler aus Halle und dem Saalekreis. Die Trassenführung durch die Hallesche Porphyrlandschaft und die Muschelkalkhänge von Lieskau sei nicht zu verantworten.

Die von den Autobahnplanern gehegten Erwartungen hätten sich bereits illusorisch erwiesen, so Initiativen-Sprecher Conrad Kunze. „Insbesondere die angebliche Entlastung der Stadt Halle durch die A 143 ist längst durch die reale Verkehrsentwicklung widerlegt.“ Viel mehr sei in Halle sogar mit einer Zunahme von Lärm, Feinstaub und Gestank infolge des Zubringerverkehrs zur geplanten Autobahn zu rechnen. Zudem sei bei den Planungen vor 20 Jahren nicht berücksichtigt worden, dass die Einwohnerzahl schrumpft. „Es ist Zeit, diese bislang vertuschte Überflüssigkeit des Trassenprojekts durch unsere Initiative auch den Bürgern rüberzubringen“, so die zweite Sprecherin Ute Barkau. „Denn viele glauben immer noch, dass da eine Handvoll grüner Fundamentalisten den Bau einer heil- und segenbringenden ‚Stadtumfahrung’ verhindern will.“ Man werde sich mit Blick „auf unsere Verantwortung gegenüber den Naturgütern“ weiterhin ökologisch, verkehrstechnisch und rechtlich gegen den Bau zur Wehr setzen.

Unterdessen wird das Gewerbegebiet Neustadt an den bereits bestehenden Abschnitt der A 143 angeschlossen. Die SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Felke und Katja Pähle nannten die Ablehnung der Autobahn bereit im Vorfeld „realitätsfremd“.

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