Osttangente: Gutachten empfiehlt Brücken

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Bauvorhaben | Aktuelles
von Tobias Fischer

Im Streit um die Bauausführung der Osttangente in Halle (Saale) läuft alles auf eine Brückenvariante hin. Auch ein hydrogeologisches Gutachten spricht sich für die Vorzugsvariante der Stadtverwaltung aus. Dieses Bauplanungskonzept zeichne sich laut Gutachten durch vergleichsweise geringe hydrogeologische, wasserwirtschaftliche Gebietsauswirkungen aus und lasse nur eine schwache ökologische Belastung für die Umwelt erwarten

Osttangente: Gutachten empfiehlt Brücken

Im Streit um die Bauausführung der Osttangente in Halle (Saale) läuft alles auf eine Brückenvariante hin. Auch ein hydrogeologisches Gutachten spricht sich für die Vorzugsvariante der Stadtverwaltung aus. Dieses Bauplanungskonzept zeichne sich laut Gutachten durch vergleichsweise geringe hydrogeologische, wasserwirtschaftliche Gebietsauswirkungen aus und lasse nur eine schwache ökologische Belastung für die Umwelt erwarten. "Bauwerksbedingt ist für dieses Szenario bei den Gründungsarbeiten zur Überführungsvariante keine relevante hydraulische Beeinflussung des Grundwasserkörpers und keine Beeinträchtigung der bereits aktuell angespannten hydrologischen Vorflutverhältnisse zu erwarten."

Anwohner hatten sich hingegen auch aus Lärmschutzgründen für Unterführungen ausgesprochen, die von der Stadt als zu teuer abgelehnt wurden. Auch das Gutachten spricht sich gegen diese Variante aus, weil im Rahmen des notwendigen Baus eines Trogs eine Beeinflussung der Grundwasserströmung und eine Erhöhung des Grundwasserstands zu erwarten sei. Probleme könnten auch Altlasten im Boden machen, wodurch laut Gutachten eine Wasseraufbereitungsanlage nötig sei.

Vorschläge gab es zudem, auf eine Anbindung der Berliner Straße zu verzichten. 1,5 Millionen Euro Baukosten könnten so gespart werden. Auch diese Variante lehnt die Stadt weiterhin ab. Schließlich würde dadurch die "die Verkehrswirksamkeit der HES und damit auch die Finanzierungsgrundlage in Frage gestellt", macht die Stadt in einer Mitteilung an den Stadtrat deutlich. Zudem würden Verkehrsströme in die Wohngebiete Dautzsch und Diemitz verlagert.

Eine zweite Idee, Berliner Straße und Osttangente mit einem Kreisverkehr kreuzen zu lassen, lehnt die Stadt ebenfalls trotz um 500.000 Euro geringerer Baukosten ab. Wegen der Verteilung der Knotenströme wäre ein Kreisverkehr nicht regelkonform und dürfe nicht gebaut werden.

Am Ende stellt die Stadt noch die Baukosten gegenüber. 26,6 Millionen Euro würde der Abschnitt zwischen Delitzscher Straße und B 100 in der Brückenvariante kosten. 40,7 Millionen Euro wären laut Stadt hingegen für eine Lösung mit Unterführungen zu berappen. Mit 7,6 Millionen Euro schlägt allein der Trog zu Buche. Hinzu kommen laut Stadt bahnbetriebsbedingte und hydrogeologisch bedingte Mehrkosten.

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