Petruskirche: Straße behält Namen

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Politik | Aktuelles
von Tobias Fischer

(ens) Am 27. Mai hat der Stadtrat von Halle (Saale) einem Teil der Straße “An der Petruskirche” auf Vorschlag der Verwaltung einen neuen Namen gegeben. Die Stadt wollte damit erwartete Nummerierungsprobleme durch den Neubauten eines Ärztehauses sowie von Wohn- und Geschäftshäusern umgehen

Petruskirche: Straße behält Namen

(ens) Am 27. Mai hat der Stadtrat von Halle (Saale) einem Teil der Straße “An der Petruskirche” auf Vorschlag der Verwaltung einen neuen Namen gegeben. Die Stadt wollte damit erwartete Nummerierungsprobleme durch den Neubauten eines Ärztehauses sowie von Wohn- und Geschäftshäusern umgehen. Allerdings hat die Verwaltung die Rechnung ohne die Anwohner der künftigen “Hermann-Schenck-Straße” gemacht. Die nämlich beschwerten sich beim Stadtrat über die Umbenennung der Straße, der Straßenname sei zudem historisch gewachsen und existiere seit 53 Jahren.

In der Stadtverwaltung zeigte man sich zunächst uneinsichtig. Schließlich sorge die Neuaufteilung für eine bessere Übersicht. Die Anwohner könnten ja Klage einreichen, die aber würde kaum Aussicht auf Erfolg haben.

Doch die Anwohner hatten mit ihrem Protest Erfolg. Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados gestand, dass die Umbenennungsaktion “nicht optimal” gelaufen sei. Stadtverwaltung und Stadtrat werden die zur Umbenennung gefassten Beschluss aufheben. Stattdessen sollen die Neubauten zur Adressierung Buchstaben bekommen. Stadträte aller Fraktionen zeigten sich im Hauptausschuss damit einverstanden.

Hätte die Stadtverwaltung keinen Rückzieher gemacht, wären Anträge der Parteien sicher gewesen. Annegret Bergner (CDU) verglich die Umbenennung gar mit DDR-Zeiten. Damals hätte ihre Straße plötzlich über Nacht “Ochsenberg” statt “Müllers Privatstraße” geheißen. Bergner, die sich bei der Abstimmung zur Umbenennung enthalten hatte, zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Anwohner im Vorfeld weder befragt noch informiert worden. Das immerhin will die Verwaltung nun ändern. Bei künftig anstehenden Straßenumbenennungen will man vorher auf die Anwohner zugehen.

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