Prost in der HAVAG-Werkstatt

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Neujahrsempfang | Aktuelles
von Tobias Matussek

Stadtwerke, Opernhaus … in den letzten Jahren lud die Stadt Halle (Saale) zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang in hallesche Kultureinrichtungen oder städtische Wirtschaftsunternehmen ein. So auch in diesem Jahr. Und diesmal hatte sich die Verwaltung ein ganz besonderes Ambiente ausgedacht: die Werkstatthallen der HAVAG

Prost in der HAVAG-Werkstatt

Stadtwerke, Opernhaus … in den letzten Jahren lud die Stadt Halle (Saale) zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang in hallesche Kultureinrichtungen oder städtische Wirtschaftsunternehmen ein. So auch in diesem Jahr. Und diesmal hatte sich die Verwaltung ein ganz besonderes Ambiente ausgedacht: die Werkstatthallen der HAVAG. Wo das Verkehrsunternehmen sonst seine Straßenbahnen wartet, wurde ein roter Teppich ausgerollt, Stehtische und Sitzecken aufgestellt und eine Bühne aufgebaut. Dort rockten Viertelpoet, die natürlich auch ihren Song “Diva in Grau” vorstellten - eine Hommage an die Saalestadt. So klingt es heute, wenn Bürgerstolz unsere Stadt lobt”, kommentierte Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados.

An den Seitenwänden liefen Animationen mit Impressionen aus dem Alltag der HAVAG. Und natürlich durfte auch eins nicht fehlen: die neueste HAVAG-Kreation - ein Java-Applett mit den Abfahrtszeiten. Denn die geladenen Gäste konnten auf ihr Auto verzichten. Ihre Einladungskarte galt auch als Fahrschein. Und so konnte man auch das ein oder andere Glas Sekt mehr trinken. Doch besonders begehrt war das Bio-Bier vom Weinberg-Campus. Dazu noch ein Brötchen mit Schmalz und Gewürzgurken. Und vor der Werkstatthalle konnte man bei frostigen Temperaturen unter freiem Himmel Glühwein genießen. Das Berufliche Bildungswerk Halle-Reideburg zeichnete sich für die Blumendekoration verantwortlich, die Jugendwerkstadt Frohe Zukunft und die Dr. Blindow Schulen gGmbH für die gastronomische Versorgung und die Garderobe.

Rund 750 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft waren gekommen - unter ihnen Schauspieler Peter Sodann, Innenminister Holger Hövelmann, Saalekreis-Landrat Frank Bannert, Justizministerin Angela Kolb, Landesverwaltungsamts-Präsident Thomas Leimbach, MDR-Hörfunkchef Johann Michael Möller, Angelika Papenburg vom gleichnamigen Baukonzern, Lührmann Junior und Senior vom he-lü, TGZ-Chef Wolfgang Lukas … bis hin zu zahlreichen Stadträten. Die Halloren überreichten der Oberbürgermeisterin traditionell Soleier und Schlackwurst.

Um Finanzen ging es in der Neujahrsrede von Oberbürgermeisterin Szabados. Sie dankte den Stadtwerken und den beiden Wohnungsunternehmen GWG und HWG für die finanzielle Unterstützung bei der Haushaltskonsolidierung. Doch wie geht es weiter? Ein großes Fragezeichen. Szabados selbst sieht die Finanzsituation der Stadt “wenig optimistisch.” Das neue Finanzausgleichsgesetz werde den Aufgaben der Stadt als Oberzentrum nicht gerecht. 30 Millionen Euro weniger als man nachweisliche benötige zahle das Land in diesem Jahr, beklagte Szabados. Dabei habe die Stadt als Oberzentrum Aufgaben einer ganzen Region zu erfüllen. “Halle ist unstrittig ein Motor und das Herz des südlichen Sachsen-Anhalts.“ Das IBA-Jahr mit dem Neustädter Skatepark, der Umgestaltung der Saline und dem Hochhaus-Tisch zur Zukunft der Riebecktürme fanden ebenso ihren Platz in der gut einstündigen Rede. Die beiden Hochhäuser werden fallen. “Nach mühevoller Abwägung zwischen Stadtbild, Tradition und Wirtschaftlichkeit sind wir beim Riebeck-Hochhaus dort zum Ergebnis Abriss gekommen”, so die Oberbürgermeisterin. Vor einem Jahr fühlte sich der Sport zu kurz gekommen. Doch die Erfolge von Paul Biedermann sicherten in diesem Jahr auch dem Sport einen Platz in der Rede. Natürlich durfte auf das Kurt-Wabbel-Stadion nicht fehlen. Für 17.5 Millionen Euro will die Stadt eine neue Arena bauen. Diese Investitionen seien kein Luxus. Die Sportinfrastruktur sei vielmehr ein weicher Standortfaktore, der ein “unverzichtbares Stück Lebensqualität” ausmache und das Image der Stadt und des Landes als Sportregion präge, “Sieger brauchen gute Trainingsbedingungen und das Land braucht Sieger”, erklärte das Stadtoberhaupt.



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