Rathaus Ammendorf als Bürgerservicestelle denkbar

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von Tobias Matussek

Auf der ersten Stadtteilkonferenz für Böllberg, Wörmlitz, Rosengarten, Beesen, Ammendorf, Radewell, Osendorf, Planena und Burg am 28. August vergangenen Jahres stellte sich Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler den kritischen Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, nahm Vorschläge entgegen und versprach, zu gegebener Zeit in diesem Jahr erneut zu einer Stadtteilkonferenz einzuladen.

Rathaus Ammendorf als Bürgerservicestelle denkbar

Diese angekündigte zweite Stadtteilkonferenz findet am Dienstag, dem 26. November, statt. Nachstehend erfolgt eine Abrechnung der zahlreichen angesprochenen und inzwischen vielfach gelösten Probleme. Die Erreichbarkeit von Burg bei Hochwasser ist nunmehr durch einen Damm möglich, der zwischen Burg und Radewell errichtet und am 20. Dezember 2001 übergeben wurde. Der Kritik an mangelnder Ordnung und Sauberkeit in Ammendorf und Osendorf wurde entsprochen. Die Gebiete sind seit dem 3. September in die regelmäßigen Kontrollen des Stadtordnungsdienstes einbezogen. Elsterstraße und Straße der Bergarbeiter sind inzwischen von der HWA an die Kanalisation angeschlossen worden. Eine Grundberäumung des verschmutzten Ellerngrabens erfolgte durch den Unterhaltungsverband Mittlere Saale – Weiße Elster. Beanstandet wurde im vorigen Jahr der Abbau von Wartehäuschen in Ammendorf. Diese Häuschen waren umgesetzt worden. Inzwischen wurden andere Wartehäuschen aufgebaut. Kritik übten mehrere Einwohner am schlechten Zustand einiger Straßen wie Karl-Meißner-Straße, Brückenstraße, Hohe Straße, Brauhausstraße, Ellernstraße, Forststraße, Poststraße, John-Scheer-Straße, Gärtnerstraße und Grüner Weg. In der Gärtnerstraße und im Grünen Weg wurde inzwischen stellenweise eine Dünnschicht aufgetragen. Hohe Straße und Brückenstraße wurden ausgebessert. Für die Ellernstraße war ebenfalls ein Dünnschichtauftrag zugesagt worden. Das ist bisher noch nicht realisiert worden. Zum Erhalt der Schulen: Die Schülerzahlen werden jährlich geprüft. Wenn die vom Gesetzgeber geforderte Mindestschülerzahl erreicht wird, erfolgt keine Schließung. Für den Bereich von der Ammendorfer Kirche bis zum Bahnhof sieht ein Gestaltungskonzept die mögliche Einrichtung eines Stadtparks vor. Für das Stadtzentrum von Ammendorf wurde eine Entwicklungskonzeption erarbeitet. Aus dem Bürgerforum heraus entstand ein Eigentümer-Projekt “Quartierskonzept Regensburger Straße Ammendorf”. Begleitend moderiert vom Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung beraten die Eigentümer, welche Maßnahmen zur Revitalisierung der vorhandenen Gebäude getroffen werden können. Ein entsprechendes langfristiges Entwicklungskonzept soll der Öffentlichkeit eventuell noch im Dezember vorgestellt werden. In Fortsetzung des Konzeptes ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Vision mit einer Gruppe von Architekturstudenten geplant. Zur Verkehrsregelung in der Brauhausstraße: Anwohner möchten nicht, dass die Straße erneuert wird. Vielmehr wollen sie eine Sperrung für den Durchgangsverkehr. Die Verkehrszeichen “Durchfahrt verboten” würden oft missachtet. Nach einem Treffen mit allen Ämtern vor Ort sollen hier Blumenkübel aufgestellt werden. Es gibt Überlegungen, im ehemaligen Rathaus Ammendorf eine Bürgerservicestelle einzurichten. Inzwischen wurde das Dach erneuert. Außerdem erfolgte eine Trockenlegung. Eine künftige Nutzung als Bürgerservicestelle wäre wünschenswert. Das wird weiter geprüft, ist aber mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. Als Reaktion auf den angesprochenen Lärm durch Lkw-Verkehr vom Gewerbegebiet Äußere Radeweller Straße hat die Oberbürgermeisterin nach der Stadtteilkonferenz im vergangenen Jahr Briefe an alle Firmen mit der Bitte geschrieben, die Fahrer nochmals nachdrücklich auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hinzuweisen. Allerdings wird es erst mit der Ortsumfahrung Radewell eine spürbare Entspannung geben. Die Finanzmittel sind nicht vor 2005 eingeplant. Bisher keine Lösung möglich war auch für den Kinderspielplatz Karl-Pilger-Straße. Er steht zwar in der Prioritätenliste an erster Stelle. Eine Realisierung schon 2002 ist jedoch aus finanziellen Gründen in Frage gestellt. Bei den Industriebrachen handelt es sich um keine städtischen Grundstücke. Ersatzvornahmen durch die Stadt sind nicht möglich. Der Bau von Radwegen in der Regensburger Straße ist erst mit dem Bau der Ortsumfahrung realisierbar. Dem Wunsch nach einem Radweg in der Georgi-Dimitroff-Straße kann nicht entsprochen werden. Die jetzige Dimitroff-Straße ist als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Nach der StVO werden in diesen Zonen keine Radwege angelegt. In der früheren Dimitroff-Straße (Karlsruher Allee – Verbindung West/Ost) ist für die Zukunft ein benutzungspflichtiger Radweg geplant. Wünschen nach dem Einsatz von Niederflurwagen in Ammendorf kann erst nach Fertigstellung der Straßenbahntrasse Neustadt-Bahnhof entsprochen werden. (Quelle: Stadt Halle)

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