SARS: Ärztekammer warnt vor Hysterie

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von Tobias Fischer

Bei aller Verpflichtung zu Sorgfalt und Wachsamkeit warnt die Landesärztekammer Sachsen-Anhalt vor Hysterie angesichts einer möglichen Bedrohung durch die Lungenkrankheit SARS. „Die umfangreichen Vorkehrungsmaßnahmen von Behörden, Fluggesellschaften und Flughäfen lassen es unwahrscheinlich erscheinen, dass SARS (Severe Acute Respiratory Syndrom) in größerem Umfang in Deutschland – und damit auch nicht in Sachsen-Anhalt - auftritt", erklärte Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

SARS: Ärztekammer warnt vor Hysterie

Die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen gegen das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) sind wirksam. Alle sieben wahrscheinlichen SARS-Fälle, die dem Berliner Robert Koch-Institut bislang gemeldet wurden (in zwei Fällen wurden Coronaviren nachgewiesen), sind aus SARS-Regionen importiert. Innerhalb Deutschlands hat es bislang keine Ansteckung gegeben. Zweifellos handelt es sich bei SARS um eine gefährliche Erkrankung mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen. Allerdings liege die Sterblichkeit mit etwa fünf Prozent niedriger als bei vielen hier schon heimischen Infektionskrankheiten. Friebel betonte jedoch, dass sich die Kammer selbstverständlich den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO anschließe, die gegenwärtig von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Hongkong, Peking und in die Provinzen Shanxi und Guangdong (Volksrepublik China) sowie nach Toronto (Kanada) abrät. Auf diese Weise könne einer weiteren Verbreitung von SARS vorgebeugt werden. Die schnelle Reaktion des Robert Koch-Instituts und die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der Bundesländer sowie den Gesundheitsämtern vor Ort auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes in Deutschland hat eine größere Ausbreitung bisher verhindert.

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