Savannah: Rat stimmt Partnerschaft zu

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Politik | Aktuelles
von Tobias Fischer

Halle (Saale) bekommt eine neue Partnerstadt. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für eine Städtepartnerschaft mit Savannah im US-Bundesstaat Georgia. Die Grünen enthielten sich, die NPD war gegen die Partnerschaft

Savannah: Rat stimmt Partnerschaft zu

Halle (Saale) bekommt eine neue Partnerstadt. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für eine Städtepartnerschaft mit Savannah im US-Bundesstaat Georgia. Die Grünen enthielten sich, die NPD war gegen die Partnerschaft.

Es habe einige Zeit gedauert, erinnerte Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados. Im Jahr 2003 hatte der Stadtrat bereits einen Beschluss gefasst, wonach die Stadt Ausschau nach einer Partnerstadt in den USA halten soll. Philadelphia war zwischenzeitlich mal im Gespräch. 2006 wurde dann auch schon Savannah in den Mittelpunkt gerückt, aber erst einmal zurückgestellt. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“, kommentierte Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados.

Außerdem gibt es schon geschichtliche Beziehungen zu Savannah. Vor wenigen Wochen schaute Bürgermeister Otis S. Johnson in Halle vorbei, trug sich unter anderem ins Gästebuch der Stadt ein. Im Oktober soll nun der Vertrag zur Städtepartnerschaft unterzeichnet werden.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass man sich für einen Austausch der Unternehmen und Institute im Bereich der Umwelt- und Biotechnologie einsetzen will. Außerdem will man auf eine enge Zusammenarbeit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und des Savannah College Art and Design hinwirken. Und auch kulturell und touristisch sollen sich beide Städte und ihre Einwohner mehr austauschen. Auf Anregung der CDU sollen auch Schüleraustausche befördert werden.

Die Verbindungen Halles zu der Hafenstadt im US-Bundesstaat Georgia reichen fast 300 Jahre zurück. Eine dieser Verbindungen ist der Pfarrer Johann Martin Boltzius, der in Halle in den Franckeschen Stiftungen Theologie studiert hat und Schüler August Hermann Franckes war. In Georgia half er den Salzburger Emigranten dabei, ihre Gemeinden aufzubauen. Ins Spiel kommt auch Heinrich Melchior Mühlenberg (1711-1787), hier heutzutage fast unbekannt, in den USA aber durchaus ein Begriff. Er hatte in Nordamerika eine eigenständige lutherische Kirchenorganisation aufgebaut. Seine Söhne John Peter Gabriel Mühlenberg und Frederick Augustus Mühlenberg gehören zu den Mitbegründern der amerikanischen Demokratie. Auch sie hatten in den Franckeschen Stiftungen gelernt.

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