Uni Halle lud zum Neujahrsempfang

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Universitätsleben | Aktuelles
von Tobias Fischer

“Es ist eine Tradition geworden”, befand Rektor Wulf Diepenbrock. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat am Freitagabend zum mittlerweile achten Mal zu ihrem Neujahrsempfang in der Mensa “Burse zur Tulpe” in Halle (Saale) eingeladen. Begrüßen konnte Diepenbrock unter anderem Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und Sachsen-Anhalts neuen Sozialminister Norbert Bischof

Uni Halle lud zum Neujahrsempfang

“Es ist eine Tradition geworden”, befand Rektor Wulf Diepenbrock. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat am Freitagabend zum mittlerweile achten Mal zu ihrem Neujahrsempfang in der Mensa “Burse zur Tulpe” in Halle (Saale) eingeladen. Begrüßen konnte Diepenbrock unter anderem Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und Sachsen-Anhalts neuen Sozialminister Norbert Bischof. Auch die Stadträte Petra Sitte, Bernhard Bönisch und Gerry Kley waren gekommen, ebenso wie weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Forschung und Politik. Für Die Stadt nahm Bildungsdezernent Tobias Kogge am Empfang teil. Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados war wegen privater Gründe - einer Beerdigung - verhindert. Die Halloren überbrachten traditionell Soleier und eine Schlackwurst.

In seiner Rede zog Rektor Diepenbrock eine Bilanz über das ausgeklungene Jahr. Der Bildungsstreik mit einem Bildungscamp im Sommer und einem besetzten Hörsaal im Winter traf die Universität. Diepenbrock lobte die Protestler für ihre Disziplin. “Wir sind kultiviert miteinander umgegangen.” Begonnen habe die Nachjustierung des Bachelor- und Master-Studiensystems, auch mit finanzieller Unterstützung des Landes. Die Marketing-Kampagne “Ich will wissen”, habe gut eingeschlagen, freute sich der Rektor. Auch einen Preis gab es dafür, das Geld werde in eine Fortentwicklung gesteckt. “Die Kampagne hat funktioniert. Wir konnten zum dritten Mal in Folge unsere Studierendenzahlen steigern.” Vor allem Studenten aus anderen Bundesländern trugen dabei zur Steigerung bei. 2008 kamen noch mehr als die Hälfte aller neuen Studenten an der MLU aus der Region, jetzt sind es nur noch knapp 40 Prozent. Vor allem den Anteil an Anmeldungen aus den alten Bundesländern konnte die Uni steigern. Zurückzuführen ist das sicher auch auf fehlende Studiengebühren.

Als ein Mammutprojekt bezeichnete Diepenbrock den Umzug der Naturwissenschaften an den Weinberg Campus. 130 LKW-Ladungen hätten hierfür transportiert werden müssen. Doch der Ausbau in Heide-Süd soll weiter gehen. Mensa, Sporthalle und Hörsaalgebäude seien in Planung. Der Rektor hob auch die Forschungserfolge der Uni hervor, so beim Graduiertenkolleg, der Afrikaforschung und mit dem Proteinnetzwerk. Außerdem sei es der MLU gelungen, als “familienfreundliche Hochschule” zertifiziert zu werden.

Ein bestimmendes Thema der letzten Monate, und auch ein Grund für den Bildungsstreik, war die finanzielle Situation der Hochschulen. In Zahlen sprach es Diepenbrock nicht an. Er nutzte den diplomatischen Weg und zitierte Bundespräsident Horst Köhler, der marode Gebäude und die chronische Unterfinanzierung bemängelte. In seinem Ausblick bezeichnete Diepenbrock deshalb auch die Finanzausstattung als “spannendes Thema” der nächsten Monate. Er appellierte deshalb auch an die Politik, “Ausgaben für die Hochschulen nicht als Ausgaben, sondern als Investitionen in die Zukunft zu sehen.” Die Unis könnten junge Leute ins Land holen. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zu neuen Zielvereinbarungen zwischen Hochschulen und Landesregierung sagte er, er hoffe das diese erfüllbar sind. Weiter fortschreiten werde die Verbesserung des Bachelor- und Mastersystems. Auch stehe 2010 eine Gremienwahl an. “Unser Ziel ist es, jüngere mehr mit einzubeziehen.”

Und dann ist da noch der Bau des Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zentrums. Jetzt steht fest: es soll an die Emil-Abderhalden-Straße. Im letzten Jahr hatte Diepenbrock noch auf einen Baubeginn 2009 gehofft. Das hat nicht geklappt, doch die Planungen sollen noch im ersten Quartal diesen Jahres fertig sein. Und spätestens 2013 soll der neue Campus stehen.

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