Waldbrandübung der Jugendfeuerwehr

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Städtisches Leben | Aktuelles
von Tobias Fischer

Das herrliche Sommerwetter am vergangenen Wochenende lockte viele Hallenser ins Freie zu einem Spaziergang. So auch an den Rand der Heide. Doch plötzlich wurde im Springkrautweg (Heide - Süd) die idyllische Ruhe getrübt

Waldbrandübung der Jugendfeuerwehr

Das herrliche Sommerwetter am vergangenen Wochenende lockte viele Hallenser ins Freie zu einem Spaziergang. So auch an den Rand der Heide. Doch plötzlich wurde im Springkrautweg (Heide - Süd) die idyllische Ruhe getrübt. Rauchschwaden stiegen aus Buschwerk auf, wenige Augenblicke später auch die ersten Flammen. Ein  Jugendlicher stürzte auf der Flucht und blieb verletzt liegen. Dies war die Ausgangslage für eine gemeinsame Waldbrandübung der Jugendfeuerwehren Halle - Neustadt und Nietleben. Der Rauch stammte lediglich von mehrere Rauchkörpern.

Hierbei handelte es sich um eine langfristig geplante Übung beider Jugendgruppen. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit beider Jugendfeuerwehren zu fördern.
Zur Übung rückten insgesamt 22 Floriansjünger beider Feuerwehren, darunter 15 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 18 Jahren, mit 3 Einsatzfahrzeugen an.
Sofort machten sich die Führungskräfte ein Bild der Lage und erteilten anschließend ihre Befehle. Sofort retteten 4 Jugendliche den Verletzten Jugendlichen mit der Krankentrage und leisteten Erste Hilfe, welche in der Ausbildung der Jugendfeuerwehr eine wesentliche Rolle spielt.

Weitere Jugendliche versuchten unterdessen mit sogenannten Feuerpatschen das Feuer auszudrücken. Die restliche Mannschaft verlegte eine Schlauchleitung, um das Löschwasser von einem etwa 200 Meter entfernten Hydranten heranzuführen. Zusätzlich wurde ein provisorisches Wasserbecken, bestehend aus Leiterteilen, Stricken und eine Plane aufgebaut, um eine Puffer bei einer möglichen Unterbrechung vorzuhalten. In diesem finden bis zu 4000 Liter Löschwasser Platz.

Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, bereiteten die ersten Kräfte ein Mittelschaumrohr vor. Aus Umweltschutz- und Kostengründen floss an diesem Tag lediglich Wasser durch das Rohr. Mit ihm wurde andeutungsweise ein Schaumteppich auf einem Waldweg verlegt, damit das Feuer diesen nicht über springen kann. Zeitgleich gingen die beiden ersten Trupps mit jeweils einer Schlauchleitung an den Flanken des Brandherdes vor, um auch hier die Ausbreitung zu verhindern. Nachdem die Löschwasserversorgung sichergestellt war, wurden 3 weitere Strahlrohre zur Brandbekämpfung vorgenommen.

Alle Jugendlichen dachten sie hätte das Feuer im Griff, doch plötzlich brach Funkenflug ca. 50 Meter entfernt ein weiteres Feuer aus. Durch den schnellen Einsatz der Jugendlichen konnte die Brandausbreitung verhindern.
Nun konnte der Hauptangriff aus allen Rohren gestartet werden. Insgesamt 7 C – Strahlrohre setzten die Nachwuchsbrandschützer aus dem halleschen Westen ein. Nach etwa einer Stunde waren alle Aufgaben gelöst und es konnte „Feuer aus“ gegeben werden. Während einer kurzen Pause nutzten mehrere Jugendliche das Wasserbecken für eine kurze Abkühlung, welche sehr gut tat bei 30° C Außentemperatur. Anschließend begann der langwierige Rückbau sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge.

Abschließend zeigten sich alle mit der Leistung zufrieden. „Die Übung hat besser geklappt, wie ich gedacht hätte. Alle Kräfte haben hervorragend miteinander zusammengearbeitet“, so Einsatzleiter Steffen Titze von der Neustädter Feuerwehr. Auch der Einheitsführer die Nietlebener Floriansjünger, Robert Kiesche, zeigte sich begeistert: „Die Zusammenarbeit hat perfekt funktioniert. Die recht Anspruchsvolle Übung wurde schnell und ohne größere Fehler abgearbeitet“.

Die Zusammenarbeit beider Jugendfeuerwehren soll weiter ausgebaut werden. Ende September werden beide Jugendfeuerwehren zusammen mit den Nachwuchsrettern aus Passendorf und Dölau einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr erleben. Neben den Nachwuchslöschern haben auch Einsatzkräfte beider Feuerwehren Vorteile aus der Übung gezogen. „Bei der Vorbereitung der Übung konnten wir die Wasserentnahmestellen in diesem Bereich überprüfen und wissen nun, wo wir im Ernstfall Wasser bekommen.“ Wie wichtig dies sein kann, zeigte sich im Frühjahr 2007. Damals mussten Einsatzkräfte beider Wachen der Berufsfeuerwehr sowie von 4 Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, um an gleicher Stelle einen Waldbrand zu bekämpfen.



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