Deutsche Bahn investiert 2018 über eine halbe Milliarde Euro in bestehendes Schienennetz

Modernisierung | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Auch 2018 setzt die Deutsche Bahn (DB) ihr Modernisierungsprogramm in das Schienennetz und die Bahnhöfe fort. „Mit der Rekordsumme von rund 540 Millionen Euro für die bestehende Infrastruktur in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sorgen wir ganz im Sinne unseres Unternehmensprogramms Zukunft Bahn für mehr Qualität und Kapazität und gewährleisten, dass die Schiene zukunftsfähig bleibt und eine attraktive Mobilität bietet“, erläutert Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im laufenden Jahr wird die Qualität des Bestandnetzes in allen drei Ländern mit Investitionen von rund 450 Millionen Euro kontinuierlich verbessert. Über
90 Millionen Euro werden für die Modernisierung der Bahnhöfe ausgegeben. Neu- und Ausbauprojekte sorgen darüber hinaus für ein Plus an Kapazität. So stehen 2018 wichtige Inbetriebnahmen von Großprojekten auch in der Bahnregion Südost an. Herausragend dabei sind die neue Zugbildungsanlage in Halle (Saale) sowie der neue zweigleisige und elektrifizierte internationale Güterverkehrskorridor von Ostsachsen nach Polen.

 

 

Auch bei einem hohen Baupensum von bis zu 800 Baustellen pro Tag im Bundesgebiet, wollen wir verlässlich fahren. Im bestehenden Streckennetz wird daher in Korridoren gebaut, in denen unterschiedliche Arbeiten zusammengefasst und in den Jahresfahrplan integriert sind. 2018 wird in ganz Deutschland an über 100 Baukorridoren gearbeitet. „Der Kunde steht im Mittelpunkt und wird sehr umfangreich über zahlreiche Medien und an den Verkaufs- und Informationsstellen der DB über das Baugeschehens frühzeitig informiert“, so Fricke.

 

In den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stehen 2018 die Erneuerung von knapp über 160 Kilometer Gleisen, über 140 Weichen sowie 38 Brücken an. Über 80 Bahnhöfe werden modernisiert und stufenfrei ausgebaut. Die größten Einzelmaßnahmen in Sachsen sind der Dresdner Hauptbahnhof (Mittelhalle), in Sachsen-Anhalt die Hauptbahnhöfe in Magdeburg und Halle (Saale) und in Thüringen der Bahnhof Sondershausen.
„Wir bauen weiter und setzen die Modernisierungsoffensive für das Schienennetz und die Bahnhöfe 2018 fort. Erste Erfolge der Investitionsoffensive werden sichtbar“, betont Fricke. Die Infrastrukturmängel konnten beispielsweise bundesweit seit 2015 um fast die Hälfte reduziert werden. Das ist ein deutlicher Qualtitätsschub für das Bestandnetz.

 

 

Im Rahmen der Digitalisierung des Schienennetzes wollen wir die Kapazitäten für den Zugverkehr um bis zu 20 Prozent erhöhen und damit tausende zusätzlicher Züge am Tag ermöglichen. Neben den Investitionen in die Modernisierung und Sanierung der vorhandenen Infrastruktur wollen wir die einzigartigen Potenziale der Eisenbahn für die Entwicklung einer Hochtechnologiebranche nutzen. Ziel der Digitalen Schiene Deutschland ist die Digitalisierung des gesamten Schienennetzes. Dazu gehört die Umstellung auf digitale Leit- und Sicherungstechnik, digitale Stellwerke (ESTW) genauso wie eine vorausschauende Instandhaltung für alle technischen Anlagen. Bis Ende 2017 wurden bundesweit über 15.700 Weichen an das Weichendiagnosesystem DIANA angeschlossen – davon knapp 1.900 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bis 2020 sollen es 30.000 in ganz Deutschland sein. Antriebsbedingte Störungen an Weichen können damit perspektivisch um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Alle Aufzüge und Fahrtreppen in den Bahnhöfen der drei Bundesländer werden mit dem Diagnosesystem ADAM überwacht. Ausfälle sind so in Echtzeit erkennbar und schnellstmöglich zu beseitigen. 2017 lag die Verfügbarkeit der Aufzüge und Fahrtreppen bundesweit bei 97,1 Prozent.

 

Das sehr anspruchsvolle Modernisierungs- und Sanierungsprogramm sowie die rege Bautätigkeit haben enorme Beschäftigungseffekte. Im vergangenen Jahr ist der Personalbestand im Berufsfeld Bau bei der DB Netz AG auf rund 17.700 Mitarbeiter gestiegen, das ist ein Plus von 4,3 Prozent. 2018 läuft die Gesamtprognose auf 7 Prozent, das sind rund 1.550 neue Mitarbeiter plus 580 Nachwuchskräfte bundesweit. Bei der DB Netz AG arbeiten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über 2.400 Mitarbeiter im Berufsfeld Bau. Dazu gehören zum Beispiel Ingenieure, Projetmanager, Planer und Bauüberwacher ebenso wie Elektroniker für Betriebstechnik, Gleisbauer, Mechatroniker und Elektroanlagenmonteure. Im laufenden Jahr sollen in der Bahnregion Südost über 150 Mitarbeiter in diesen Berufsgruppen eingestellt werden.

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