Hohe Raumhitze: So senken Sie die Innentemperatur auch ohne Klimatechnik

Wohnen | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

An sehr heißen Sommertagen steigen die Temperaturen in Wohnräumen schnell auf ein unerträgliches Niveau. Klimaanlagen erzeugen zwar eine angenehme Kühlung, sind aber zugleich energie- und kostenintensiv. Dabei ist effizienter Hitzeschutz im Wohnbereich auch ohne den Einsatz von technischen Geräten möglich.

Halle erlebt gerade wieder eine Hitzewelle. Allein am 8. August 2020 kletterten die Temperaturen auf 36 Grad. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. So sagen Experten für die nächsten vier Wochen weitere trockene, heiße Tage voraus – dank Hoch „Detlef“ über der Ostsee.

Folgen mehrere Hitzetage aufeinander, wirkt sich das gleichzeitig ungünstig auf das Raumklima in Wohnungen und Häusern aus. Die Wärme wird besonders in Städten in den Betongemäuern gespeichert. Zunehmend wärmere Nächte erschweren es zusätzlich, den Innenbereich herunterzukühlen.

Kostenbeispiel Klimaanlage

Klimaanlagen sind das Mittel der Wahl, um Raumtemperaturen zu senken. Allerdings sind sie nicht nur beim Kauf kostspielig, sondern es müssen gegebenenfalls auch die Ausgaben für eine fachgerechte Installation und in jedem Fall der künftige Verbrauch an Stromkosten noch mitberechnet werden. So kostet der Betrieb fest installierter Geräte durchschnittlich 17 Cent pro Stunde. Bleibt das Gerät bei einer länger anhaltenden Hitzewelle zum Beispiel 30 Tage für acht Stunden angeschaltet, dann ergibt das Kosten von 40,80 Euro.

Dieser Berechnung liegt jedoch noch eine eher sparsame Nutzung zugrunde. Denn meist bleiben Klimageräte an richtig heißen Tagen länger eingeschaltet, zum Beispiel auch nachts, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. Hinzu kommt, dass gerne auch mehrere Räume in Privathaushalten oder Büros mit Klimatechnik bestückt werden. Darüber hinaus können sich die Betriebsdauer und die damit verbundenen Kosten zusätzlich erhöhen, wenn besonders hitzeanfällige Zimmer mit Südausrichtung oder im Dachgeschoss auch bei moderateren Außentemperaturen bereits klimatisiert werden müssen.

 

Hitzeschutz schon mit einfachen Maßnahmen – ohne Einsatz von Strom

Raumhitze lässt sich auch ohne technischen Aufwand deutlich reduzieren, wenn der Wohnbereich mit Sonnenschutzsystemen wie Rollläden oder Jalousien vorsorglich abgedunkelt wird. Die Beschattung sollte idealerweise schon erfolgen, noch bevor die Sonne hereinscheinen kann. So bleibt die Wärme von vornherein draußen.

Von besonderer Bedeutung ist ebenso, wie und wann im Wohnumfeld gelüftet wird. Wird das Fenster etwa geöffnet, wenn es im Außenbereich noch sehr heiß ist, entsteht noch mehr Raumhitze. Eine wirklich kühlere Luftzufuhr ist nur spätabends oder frühmorgens zu erreichen, am besten mit einem kräftigen Durchzug.

In Wohnräumen mit extremer Wärmebildung schafft überdies ein hitzeabweisender Sonnenschutz Abhilfe. Dieser ist besonders in Dachbereichen oder in großflächig verglasten Zimmern sinnvoll.

Flächenvorhänge, Isolationsfolien & Co. – ein Überblick über wärmereflektierende Sonnenschutztypen

Die konkreten Stoffeigenschaften des Beschattungssystems entscheiden hier über die Effizienz. Die einfachste Art von Hitzeschutz bieten beispielsweise stark verdunkelnde Flächenvorhänge, die es zusätzlich mit speziellen Hitzeschutzbeschichtungen gibt. Weitere Möglichkeiten der gezielten Fensterdämmung sind unter anderem Rollos oder gefaltete Plissees mit reflektierenden Rückseiten aus Aluminium oder Perlmutt.

Zudem ist eine Ausstattung der Fenster mit Isolationsfolien möglich. Weniger vorteilhaft an der dauerhaften Klebemontage ist jedoch, dass die Folie auch im Winter verhindert, dass Sonnenwärme das Fensterglas passieren kann. In Haushalten kann jedoch gerade mit diesen Wärmeeinträgen auch Heizenergie gespart werden. Frei bewegliche Flächenvorhänge oder andere textiler Sonnenschutzarten mit Thermofunktion bieten diesbezüglich mehr Flexibilität.

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