14. IQ Innovationspreis - Mitteldeutschland ist Treiber von Innovationen

Burkhard Jung - ©Steffen Runke
Burkhard Jung, 1. Vorsitzender, Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V. und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
14. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

„Mitteldeutschland ist auf einem guten Weg, sich als Start-up- und Innovationsszene zu etablieren. Dabei ist die Metropolregion Mitteldeutschland ein wichtiger Treiber“, so Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Europäische Metropolregion Mitteldeutschland e.V. am Montagabend anlässlich des Auftakts des Wettbewerbs. „In Mitteldeutschland machen sich Politik und Wirtschaft gemeinsam für die Region stark. 

Der IQ-Wettbewerb ist der beste Beleg dafür: 1600 Bewerber, 130 Preisträger und rund eine Million Euro Preisgeld sind eine stolze Bilanz der letzten 13 Jahre“, so Jung.

Die Auftaktveranstaltung markierte den Startschuss für die neue Bewerbungsrunde des länderübergreifenden Innovationswettbewerbs. Neuartige marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mit einem Bezug zu den Branchen Automotive, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt/Solarwirtschaft, Informationstechnologie und Life Sciences können nun bis zum 19. März 2018 online unter www.iq-mitteldeutschland.de eingereicht werden. Im Rahmen des mit rund 70.000 Euro dotierten einzigen Clusterinnovationswettbewerbs der Region finden auch die eigenständigen lokalen Innovationspreise Halle (Saale), Leipzig und Magdeburg statt.

Rund 150 Teilnehmer, darunter zahlreiche Führungskräfte etablierter Unternehmen sowie aus Politik und Verwaltung, aber auch zahlreiche Förderer von Innovationen sowie Gründer und Innovatoren waren am Montagabend der Einladung der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland in die Leipziger Villa Ida gefolgt. Erstmals gaben zwei Vorjahresgesamtsieger des Wettbewerbs Einblick in die Erfahrungen bei der Markteinführung ihrer Innovationen.

Gründer müssen den Metropolregionen Perspektiven bieten

„Die Metropolregionen stehen vor großen Herausforderungen. Mit unseren Innovationen müs-sen wir ihnen Perspektiven bieten“, so der Thüringer Unternehmer Dr. Joachim Löffler von der KUMATEC Sondermaschinenbau & Kunststoffverarbeitung GmbH. „Die Jahre 2014 bis 2016 waren äußerst arbeitsintensiv, daher war der Gewinn des IQ Innovationspreis 2016 war für uns und unsere Mitarbeiter eine unbeschreibliche Motivation, weiter Energie in die Innovationspro-zesse zu stecken.“ Die KUMATEC GmbH, der Dr. Joachim Löffler als Geschäftsführer vorsteht, errang 2016 mit ihrer Entwicklung eines skalierbaren Hochdruckelektrolyseurs zur kostengünsti-gen Wasserstoffproduktion den Gesamtsieg im IQ-Wettbewerb. Das Unternehmen hatte sich nach seiner einjährigen kostenlosten Mitgliedschaft, die mit dem Gewinn des Preises verbunden war, der Metropolregion im Sommer diesen Jahres als Vollmitglied beizutreten. „Mit unserer Mitgliedschaft in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland haben wir ein klares Statement gesetzt, wo wir hingehören“, so Löffler.

„Wenn man als kleine Firma ohne operatives Geschäft einen Markt erobern will, sind Förderer und Unterstützer enorm wichtig, Der IQ Innovationspreis war für uns Bestätigung von außen und gleichzeitig ein großer Treiber. Heute finden wir, aus Greifswald kommend, in den Start-ups Mitteldeutschlands viele Partner", resümierte Tobias Güra, Gründer des Medizintechnik-Startups COLDPLASMATECH GmbH, der über die Herausforderungen beim Zulassungsprozess ihres Hightech-Pflasters in einem anspruchsvollen Marktumfeld sprach. 2015 wurde sein Unternehmen – ein Spin-Off des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und -technologie aus Greifswald – für die Innovation einer Wundauflage zur Heilung chronischer Wunden der Gesamtpreis des IQ Innovationspreis Mitteldeutschlandverliehen. „Allen, die sich auf den IQ-Preis bewerben wollen, können wir nur dazu ermutigen, denn gründen macht ungemein Spaß“, so Güra.

Mitteldeutsche Wirtschaft fördert den Preis

„Der IQ Innovationspreis ist nicht nur einzigartig, weil er wir ihn in fünf Fachclustern vergeben und damit eine hohe technologische Kompetenz nachweisen. Der Preis ist zudem der größte privat finanzierte Innovationspreiswettbewerb in Ostdeutschland. Er ist einer der wenigen regionalen Preise mit überregionaler Bedeutung.“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der veranstaltenden Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH anlässlich des Wettbewerbsauftakts.

Das Preisgeld des Wettbewerbs wird durch das Engagement der nachfolgenden Sponsoren ermöglicht: Der Clusterpreis Automotive wird vom Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD GmbH) und der Scherdel Marienberg GmbH gesponsert. Im Cluster Chemie/Kunststoffe wird der Clusterpreis gemeinschaftlich von der Trinseo Deutschland GmbH und dem Verband der Chemischen Industrie  - Landesverband Nordost ausgelobt. Die envia Mitteldeutsche Energie AG engagiert sich erneut zusammen mit der Siemens AG für Innovationen aus dem Bereich Energie/Umwelt/Solarwirtschaft. Die GISA GmbH vergibt gemeinsam mit der envia TEL GmbH den Clusterpreis Informationstechnologie. Den Clusterpreis Life Sciences stiften in diesem Jahr gemeinschaftlich die Serumwerk Bernburg AG und die KPMG AG. In der Kategorie Unterstützer engagiert sich in besonderem Maße die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH. Der Wettbewerb wird darüber hinaus unterstützt von der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, dem Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland und der SAB Sächsische Aufbaubank - Förderbank. Die Clusterpreise sind mit je 7.500 Euro dotiert. Der Gesamtsieger erhält das von der IHK Halle-Dessau, der IHK Ostthüringen zu Gera und der IHK zu Leipzig gestiftete Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Diese Gewinner werden zudem für ein Jahr Mitglied in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der Region. In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

Beitrag Teilen

Zurück