Sachsen-Anhalt-Wetter aktuell

3-Tage-Wetter | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion
Regionenwetter - aktuell ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung in Leipzig am Montag, 24.06.2019, 11:30 Uhr
 
Trockenes Sommerwetter. Zunehmend heiß, Hitzehöhepunkt am Mittwoch.

Vorhersage für Sachsen-Anhalt:

für Montag, 24.Juni 2019

Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf nahezu ungestörter Sonnenschein. Erwärmung auf 28 bis 31, im Harz je nach Höhenlage auf 24 bis 28 Grad. Schwacher, am Nachmittag mäßiger Ostwind. In der Nacht zum Dienstag bei klarem Himmel Abkühlung auf 17 bis 13 Grad. Schwachwindig.


für Dienstag, 25.Juni 2019

Am Dienstag sonnig. Maximal 32 bis 35, im Harz 27 bis 31 Grad. Schwacher Südostwind. In der Nacht zum Mittwoch klar. Tiefstwerte zwischen 22 und 17 Grad. Schwachwindig.


für Mittwoch, 26.Juni 2019

Am Mittwoch viel Sonne und sehr heiß. Höchsttemperaturen zwischen 35 und 38, im Harz zwischen 28 und 34 Grad. Anfangs schwacher Wind aus Südwest, am Nachmittag auf Nordwest drehend und etwas zunehmend. In der Nacht zum Donnerstag klar. Temperaturrückgang 19 bis 16 Grad. Mäßiger Nordwestwind.


für Donnerstag, 27.Juni 2019

Am Donnerstag Durchzug von Wolkenfeldern, aber weitgehend trocken. Temperaturanstieg auf 27 bis 30, im Harz auf 23 bis 26 Grad. Schwacher, vorübergehend mäßiger Wind aus Nordwest. In der Nacht zum Freitag gering bewölkt. Temperaturrückgang auf 15 bis 11 Grad. Schwacher Nordwestwind.


Deutschlandübersicht:

Offenbach, Montag, den 24.06.2019, 11:30 Uhr -

"Das hochreichende Tief "Nasir" mit Kern über dem Ostatlantik zapft auf seiner Südwestflanke die heiße afrikanische Luft an und transportiert diese nach West- und Mitteleuropa, wo die Luftmasse von Hoch "Ulla" über Mittel- und Nordeuropa und Schwerpunkt über Dänemark veredelt wird. Nur durch das optimale Zusammenspiel der Luftdruckverteilungen am Boden sowie in größeren Höhen können derartig heiße Temperaturen zur Wochenmitte erreicht werden.

Im Normalfall treten die maximal möglichen Temperaturen für die mittleren und nördlichen Breiten, vom Sommeranfang zeitlich nach hinten verschoben, in den typischen Hochsommermonaten Juli und August auf. Verantwortlich dafür ist zusätzlich zur Sonneneinstrahlung auch die Speicherung und den Transport von Wärmeenergie. Die Atmosphäre und erst recht die Ozeane sind grundsätzlich träge Medien, bei denen alle thermodynamischen Vorgänge etwas langsamer ablaufen. Ab Frühlingsbeginn, wenn sich die senkrechte Achse der Sonne über den Äquator hinweg nach Norden bewegt, erwärmen sich die Ozeane und Landflächen auf der Nordhalbkugel indem sie die einstrahlende Sonnenenergie aufnehmen bzw. speichern. Da in nördlichen Breiten (>60°N) durch die Kugelform der Erde der Energieeintrag trotz höherem Sonnenstandes sehr gering bleibt, muss Wärme von Süden nach Norden transportiert werden. Dies übernehmen bis ca. 30° N hauptsächlich die Ozeane und deren Strömungen (z. B. Golfstrom). Nördlich von 30° N sind unsere wohlbekannten Tiefdruckgebiete für den Wärmetransport größtenteils verantwortlich. Bis also die maximale Energie bzw. Wärmemenge in den mittleren bzw. nördlichen Breiten erreicht wird, vergeht etwas Zeit.

Wie dem auch sei. In dieser Woche braucht die Atmosphäre nicht den von der Sonne schon deutlich erwärmten Ozean und somit den entsprechenden Wärmetransport. Durch die Hitzeautobahn von Nordwestafrika bis nach Mitteleuropa und der starken Sonneneinstrahlung nahe an der Sommersonnenwende (vgl. Thema des Tages vom 17.06.2019) können auch zum Sommerstart schon Höchstwerte bis an die 40 Grad auftreten.

Vor allem die Südhälfte muss nun bis zur kommenden Woche schwitzen. Zwar gehen die Temperaturen nach dem ersten Hitzehöhepunkt am Mittwoch leicht zurück, bleiben aber vom Niederrhein bis nach Oberfranken sowie südlich davon oberhalb der 30-Grad-Marke. Im Norden macht sich dagegen eine nicht wetteraktive Kaltfront ab Donnerstag bemerkbar, die in der Nordhälfte zumindest vorübergehend mit dichteren Wolken eine deutliche Abkühlung bringt. Am Freitag liegen demnach die Höchstwerte vom Ems- und Münsterland bis zur Oder und Neiße "nur noch" zwischen 24 und 29 Grad. An den Küsten ist es bei auflandigem Wind sogar noch etwas kühler.

Aufgrund der recht stabilen atmosphärischen Verhältnisse sind zunächst keine, ab Mittwoch nach derzeitigem Stand auch nur lokal begrenzt bevorzugt im Süden einzelne Schauer und Gewitter möglich. "

Das erklärt Dipl. Met. Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

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