Schwimmen lernen für Halles Kita-Kinder

Prävention | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Viele Badeunfälle passieren, weil Kinder nicht sicher schwimmen können. Laut einer Studie der DLRG von 2019 erreichen nur noch 40 Prozent aller Kinder derzeit bis zum Abschluss der vierten Klasse das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze.

 

Die Fraktion „Hauptsache Halle“ verfolgt mit ihrem im Stadtrat eingebrachten Antrag das Ziel, dass jede städtische Kindertageseinrichtung, spätestens ab dem Jahr 2022, Angebote zum Baden und zur Wassergewöhnung für Kinder in das pädagogische Konzept integriert und in ihrer Einrichtung anbietet. Durch diese Signalwirkung sollen auch langfristig die freien Kita-Träger bei der Umsetzung eingebunden werden.

Der Betriebsausschuss Eigenbetrieb Kindertagesstätten hat dem Antrag bereits zugestimmt. Der Sportausschuss vertagte ihn auf die nächste Sitzung. Jetzt sollen die Schwimmvereine und der Stadtsportbund hierzu angehört werden. Diese fühlen sich nicht richtig mitgenommen und sind besorgt, dass ihnen Einnahmen durch Schwimmkurse verloren gehen. 

„Schwimmenlernen ist ein Menschenrecht“, sagt Andreas Wels, Fraktionsvorsitzender Hauptsache Halle. Man solle es nicht bei Initiativen der Eltern belassen, einen privaten Schwimmkurs aufzusuchen. Das Seepferdchen sei keine Bescheinigung dafür, dass ein Kind sicher schwimmen könne.

„Es geht nicht darum, Schwimmvereine auszuschließen, sondern alle Akteure mitzunehmen“, so Wels. Aber gerade Maßnahmen zur frühzeitigen Angstbewältigung und Hilfen zur Selbstrettung im goldenen motorischen Lernalter der Kinder können hier im pädagogischen Konzept der Kitas ein wichtiges Fundament für späteres sicheres Schwimmen bilden und nachhaltig die Quote der sicheren Schwimmer erhöhen, ist Wels überzeugt.

 

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