Wasserrettungsdienst Halle fordert Vorrang für Schwimmer und die Sicherheit am See

Nutzung des Hufeisensees | Aktuelles
von Sabine Majetic

Erhebliche Gefahren für Gesundheit und Leben von Wassersportlern und Badenden sieht der Wasserrettungsdienst Halle im Entwurf des neuen Bebauungsplanes für den Hufeisensee. In Deutschland ertrinken immer mehr Personen. Es ist wichtig, Seen offen zu halten, in denen die Menschen, und vor allem Kinder, Schwimmen können. Der Hufeisensee ist ein traditionelles Badegewässer und muss als solches erhalten werden.

„Zudem wäre die Einsatzfähigkeit der bereits genehmigten Wasserrettungsstation bei Verwirklichung dieses Planes stark behindert. Ausfahr- und Einsatzwege wären im Ernstfall blockiert, Sportler könnten bei Gefahr kaum gerettet werden. Auch Freizeit-Schwimmer, die die Liegewiese am Golfplatz nutzen möchten, wären gefährdet, weil der Sicherheitsabstand zu geplanten Fahrbereichen von Motorbooten und sonstigen Sportbooten viel zu gering ist. Alarmiert sind wir ebenfalls, weil diese Boote unseren DRK-Rettungstauchern viel zu nahe kommen und sie erheblich gefährden, im schlimmsten Fall tödlich verletzen könnten“, so der Vorsitzende der DRK-Wasserwacht Halle, Dr. Sven Thomas, am Sonntag, 18. November 2018.

„Bei allem Verständnis für die Wünsche von anliegenden Sport-Vereinen: Wir erwarten, dass das Baden im Hufeinsensee möglich bleibt. Vorrang müssen die Badegäste und deren Sicherheit haben. Hier sind Prioritäten im Planungsverfahren erforderlich“, fordert er. 

Als Lösung unterbreitet die Wasserrettung Halle den Vorschlag, dass ein Vorranggebiet für Schwimmer im nördlichen Bereich des Hufeisensees, einschließlich eines Sicherheitsabstandes zu Bootsverkehrsbereichen ausgewiesen wird.

Die Wasserwacht hat die Stadtverwaltung bereits auf ihre Bedenken hingewiesen. Eine Rückmeldung hierzu steht aus. Der Bebauungsplan soll am 21. November 2018 im Stadtrat unter dem Tagesordnungspunkt 7.14 behandelt werden.

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