GEW mit öffentlichen Aktionen zur stockenden TVöD-Runde

Tarifverhandlungen | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Nachdem die Arbeitgeberseite auch in der zweiten Verhandlungsrunde kaum Bewegung für einen adäquaten Tarifabschluss gezeigt hat, plant die GEW in Sachsen-Anhalt öffentliche Aktionen mit und für die Beschäftigten. Die spürbare Erhöhung der Entgelte und die Anpassung der Arbeitszeit an das Westniveau haben sich die Kolleg*innen nicht nur durch ihre engagierte Arbeit während der Pandemie verdient. Sollten sich die Arbeitgeber weiter verweigern, muss auch über ganztägige Warnstreiks nachgedacht werden.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Bund, die mit den Gewerkschaften seit dem 1. September verhandeln, sehen nach wie vor keinen Spielraum für Entgelt-Erhöhungen und eine schnelle Anpassung der Arbeitszeit im Osten von 40 auf 39 Stunden pro Woche. Auch die zweite Verhandlungsrunde brachte keine Fortschritte. Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, erklärte dazu heute in Magdeburg: „Die VKA und der Bund schalten weiter auf stur. Spätestens durch Corona muss doch klar sein, wie wichtig die Arbeit der kommunalen Einrichtungen für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft ist. Eine angemessene Entgelt-Erhöhung und eine moderate Senkung der Arbeitszeit sind aus unserer Sicht eine gute Mischung aus Anerkennung für Geleistetes und Attraktivität für die Zukunft.“ Die GEW werde sich weiter für die Interessen der Beschäftigten einsetzen.

Um die Öffentlichkeit über die berechtigten Anliegen zu informieren und den Druck auf die VKA und den Bund zu erhöhen, wird die GEW Sachsen-Anhalt bis zur dritten Verhandlungsrunde (22. und 23. Oktober) regionale Kundgebungen durchführen. Bisher sind dafür folgende Städte geplant:

  • Dessau, 30. September, 12:30 – 14 Uhr, Marktplatz

    Bei diesem Termin wird auch die Bundesvorsitzende der GEW, Marlis Tepe, zu den Beschäftigten sprechen.

  • Halberstadt, 7.Oktober, 12:30 – 14 Uhr, Fischmarkt

  • Halle, 14. Oktober, 12:30 – 14 Uhr, Spielplatz Pauluspark

Auf diesen Kundgebungen sollen speziell die Beschäftigten aus Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit haben, ihre Arbeit, ihr Engagement und ihre Belastungen öffentlich darzustellen. „Dadurch wird deutlich werden, dass die Beschäftigen mehr verdienen als nur symbolische Wertschätzung durch klatschen und warme Worte. Angesichts der letzten Monate stellen wir im Moment das Instrument Warnstreik bewusst zurück. Sollten sich VKA und Bund aber weiterhin nicht bewegen, werden wir mit den Beschäftigten auch dieses Mittel intensiv diskutieren“, schloss Gerth.

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