Hoffnungsschimmer für unsere Exportwirtschaft

Handel | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die Coronakrise hat die sachsen-anhaltische Exportwirtschaft hart getroffen. Im April 2020 gingen die Ausfuhren verglichen mit dem Vormonat um fast ein Fünftel auf knapp 1,2 Milliarden Euro zurück. Rückläufig war unter anderem der Warenverkehr nach Großbritannien – etwa 40 Prozent weniger – sowie nach Tschechien, Polen und in die USA, jeweils minus rund 30 Prozent.

Trotzdem sieht die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) „einen leichten Hoffnungsschimmer am dunklen Horizont“, wie Birgit Stodtko erklärt, IHK-Geschäftsführerin International. Der Grund: Bei den Exportdokumenten, die die IHK für den Handel mit vielen Ländern ausstellt, sei im ersten Halbjahr 2020 kein nennenswerter Rückgang zu beobachten: „Wir haben trotz aller Einschränkungen insgesamt gut 7.600 Bescheinigungen ausgegeben, das sind knapp 300 pro Woche und gerade einmal vier Prozent weniger als 2019. Im Juni lagen wir praktisch auf Vorjahresniveau.“

IHK-Bescheinigungen werden für den Export vor allem in Länder außerhalb der EU gebraucht. Aber auch die Rückmeldungen vieler auslandsorientierter Unternehmen lasse vermuten, dass es wieder bergauf gehe. Stodtko: „Deshalb hoffen wir, dass die Einbrüche in der Exportwirtschaft Sachsen-Anhalts letztlich nicht so stark sein werden wie für Deutschland insgesamt prognostiziert.“ Allerdings seien die pandemiebezogenen Einschränkungen von Land zu Land sehr unterschiedlich. Hier helfen die IHK und die jeweiligen deutschen Auslandshandelskammern (AHK), den Überblick zu behalten. Und auf politischer Ebene setze sich die IHK-Organisation dafür ein, dass die vielen Handelshemmnisse zur Bekämpfung des Virus auch wieder abgebaut würden. „Sachsen-Anhalt braucht offene Grenzen sowie einen freien Waren- und Personenverkehr“, so Stodtko.

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