Netzwerk Logistik plädiert für weitsichtige Pandemie-Strategie

Mitteldeutschland | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die andauernde COVID-19-Pandemie ist eine große Belastung für die Gesellschaft. Seit nunmehr einem Jahr sind Teile der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens gänzlich, teilweise oder mittelbar ausgebremst. Durch die teilweise untrennbaren Verzahnungen der Wirtschaft hat dies weitreichende Folgen für eine Vielzahl von Branchen. Die andauernde Unklarheit lässt das Vertrauen in das Krisenmanagement der demokratischen Parteien schwinden und vertieft die Spaltung der Gesellschaft.

Das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland unterstützt daher das Plädoyer für Freiheit, Toleranz und freies wirtschaftliches Agieren der Initiative Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen und betont die Wichtigkeit einer Exit-Strategie für Gesellschaft und Wirtschaft.

Ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie ist im Regierungshandeln noch immer keine Strategie für ein Leben mit dem Virus erkennbar. Eine Wirtschaft mit angezogener Handbremse kann auf Dauer nicht erfolgreich sein und bring erhebliche Probleme mit sich. Verschiedene Branchenverbände gehen derzeit davon aus, dass bis zu 30% der Unternehmen in existenzielle Not geraten oder aufgeben werden. Der Dauer-Lockdown und die wirtschaftlichen Folgen weckt außerdem Zweifel an den Tilgungszielen der Corona-Schulden. Die Zweifel an Deutschlands Krisenmanagement wachsen im In- und Ausland, das Label „Made in Germany“ büßt zunehmend an Wertigkeit ein. Damit einher geht auch eine Vertrauenskrise gegenüber demokratischen Strukturen, was ein ernstes Alarmzeichen für Gesellschaft und Wirtschaft darstellt. Die potenziellen Wahlergebnisse im Superwahljahr 2021 im Freistaat Sachsen werden das Image des Wirtschafts- und Lebensstandortes Sachsen weiter in Mitleidenschaft ziehen.

Dierk Näther, Mitglied im Vorstand des Netzwerk Logistik Mitteldeutschland e.V., fordert daher mehr Vertrauen in die Resilienz und Innovationskraft von Unternehmen: „Grenzschließungen, fehlende Aufträge durch eine schwächelnde Wirtschaft und geschlossene Rasthöfe sorgten für viel Unsicherheit in der Logistikbranche. Dennoch haben Logistikunternehmen weiterhin die Versorgung mit allen Gütern des täglichen Lebens sichergestellt. Hier zeigt sich, dass die Logistik und andere Branchen Wege gefunden haben, um mit der Pandemie umzugehen.“ Näther sieht genau hier die Chance für einen Ausweg aus der Pandemie: „Diese Innovationskraft muss die Politik nutzen, um das Vertrauen in demokratische Strukturen zu stärken und für alle Menschen eine Perspektive für eine Zeit nach der Pandemie zu schaffen.“

Sächsische Unternehmerverbände mahnen eine verantwortungsvolle Sachpolitik an. Mit einem gesunden Maß an Risikobereitschaft ist es die Aufgabe der politisch Verantwortlichen die Rahmenbedingungen für den zeitnahen Neustart jenseits von einem weiteren Lockdown zu definieren und ein gleichberechtigtes Wirtschaften wieder zu ermöglichen, um nicht die vielen geschwächten Betriebe weiter zu belasten und die Spaltung der Arbeiterschaft noch weiter voranzutreiben. Vor den anstehenden Wahlen ist es umso bedeutsamer nicht der Logik des Machterhalts zu folgen, sondern Führungsentscheidungen auf der Grundlage demokratischen Institutionen zu treffen, die gesellschaftliches Leben und freies Wirtschaften mit dem Virus ermöglichen. Die Politiker*innen des Freistaates Sachsen, die die Geschicke in der Hand halten, sind in der Verbindung der „anständigen Demokraten“ aufgerufen, gemeinsam für zentrale Gegenwartsfragen in Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Gesellschaft Lösungen aufzuzeigen. Dieses Plädoyer für Freiheit, Toleranz und freies wirtschaftliches Agieren wird unterstützt von: Dehoga, IHK, HWK, Landestourismusverband, Netzwerk Logistik Mitteldeutschland, Silicon Saxony, Südwestsachsen Digital, Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen.

 

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