Stimmung verbessert – Teuerung und Fachkräftemangel bremsen Betriebe

Konjunkturumfrage, 2. Quartal 2021 | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die Aufhebung zahlreicher Coronabeschränkungen hat zusammen mit der alljährlichen Frühjahrsbelebung zu einer besseren Stimmung im Handwerk geführt. „Trotz Stimmungsaufhellung stehen den Handwerksbetrieben einige schwere Probleme ins Haus “, sagt Britta Grahneis, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Halle. „Das größte Problem sind die Material- und Vorprodukteknappheit, die zu enormen Preissteigerungen führen. Zusätzlich erhöhen sich die Preise durch staatliche Reglementierungen. Aber auch das Fachkräfteproblem hat sich verstärkt.“ 

Zu den Konjunkturzahlen:

Die Frühjahrsbelebung und das Ende der Corona- Eindämmungsmaßnahmen lassen den Geschäftslageindex auf plus 40 steigen. Das sind zwei Punkte mehr als im letzten Quartal. Vor einem Jahr lag der Wert bei plus 28. Die Erwartungen an die Zukunft haben sich stark verbessert. Der Index stieg von plus 27 auf plus 41 an. 47 Prozent der Betriebe erwarten eine bessere, 10 Prozent eine schlechtere Geschäftslage.  

Die Zahl der Beschäftigten ist nach dem starken Rückgang im letzten Quartal nunmehr stabil bei 63.500 Personen geblieben. Da das Bauhauptgewerbe saisonal einen Zuwachs verzeichnet, ist ein Schwund in den anderen Berufsgruppen zu verzeichnen. 

Die Umsätze stiegen sogar stärker als es die Betriebe erwartet hatten – um 17 Prozent. 20 Prozent der Unternehmen melden rückläufige, aber 47 Prozent steigende Umsätze. Am höchsten war der Zuwachs im Bauhauptgewerbe (plus 28). Außer in diesem reichen die Zuwächse jedoch nicht, um den Rückgang aus dem ersten Quartal zu kompensieren. 

Die Auftragsreichweiten sind gegenüber dem Vorquartal (7,9) leicht gesunken und lagen bei durchschnittlich 7,6 Wochen. Die durchschnittliche Auslastung der Betriebe stieg auf 83 Prozent. 

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe blieb im 2. Quartal weitgehend stabil (minus 19). Mit 13.364 Betrieben hat sich allerdings die Zahl seit dem Vorjahresquartal um 125 verringert. Die Zahl der Löschungen aus der Handwerksrolle ist höher als die Zahl der Neueintragungen. Auswirkungen aus der Coronakrise sind aber nicht verifizierbar. 

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