Ver.di Forderungen durch die Arbeitgeber ohne Gegenangebot abgelehnt

Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Mit einer Forderung von 4,5 % plus 45 Euro ist ver.di am 3. Mai 2021 in die Tarifverhandlung für die rund 18.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel und im genossenschaftlichen Großhandel in Sachsen-Anhalt eingestiegen. Die Arbeitgeber das als völlig zu hoch zurückgewiesen. Hinzu kam die Ablehnung der gemeinsamen Beantragung einer Allgemeinverbindlichkeit.

Die Forderung nach einer gemeinsamen Beantragung einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Großhandel wurde auch kategorisch abgelehnt.

„Gestern noch als systemrelevant beklatscht, heute abgewatscht“, so ver.di Verhandlungsführer Torsten Furgol. „Gerade die Kolleginnen und Kollegen im Zustellgroßhandel sorgen jeden Tag dafür, dass die Regale in den Supermärkten gefüllt sind. Jetzt zu sagen, dass nicht die richtige Zeit wäre, um Entgelterhöhungen zu fordern, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.“

Die Arbeitgeberseite begründete ihre Haltung mit dem Argument, dass einige Unternehmen pandemiebedingt Umsatzeinbrüche hätten. Für die ver.di Tarifkommission eine vorgeschobene Begründung, da angeboten wurde, mit Unternehmen, die pandemiebedingt wirtschaftlich in Schieflage geraten sind, differenzierte tarifliche Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigtensicherung abzuschließen.

Der Groß- und Außenhandel hat im vergangenen Jahr mehr als 1,316 Billionen Euro umgesetzt. Dieser immense Umsatz ist in erster Linie den Beschäftigten zu verdanken. Ohne sie läuft nichts. Sir sorgen dafür, dass die Regale in den Geschäften gefüllt sind, die Baustellen laufen und die Apotheken mit Medikamenten versorgt werden.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 07. Juni 2021 in Magdeburg statt.

Beitrag Teilen

Zurück