Schlecht bezahlt im Dauerlauf! – Streik im FEV DLP Brehna

Schlecht bezahlt im Dauerlauf! – Streik im FEV DLP Brehna
von 21. Juni 2022 1 comment

„Es geht weiter!! Schlecht bezahlt im Dauerlauf – nicht mit uns!“ – Die Beschäftigten des FEV DLP in Brehna haben heute erneut die Arbeit niedergelegt und sind für ihre Forderungen in den Streik getreten. Nach 4 Streiktagen und zuvor unzähligen Versuchen die Geschäftsführung zu einer gemeinsamen Kommunikation zu bewegen, werden weiterhin alle Gespräche mit der IG-Metall und den Mitarbeitern abgelehnt.

 

Das Dauerlaufprüfzentrum der FEV in Brehna zählt weltweit zu den modernsten seiner Art und hat an diesem Standort in den letzten Jahren ein beeindruckendes Wachstum, auch durch Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt, vollzogen. Die Entwicklung zeigt aber auch, dass sich die Investition des Unternehmens, am Automotive-Standort Brehna in Sachsen-Anhalt, mehr als gelohnt und ausgezahlt hat. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Firmenwachstum nicht ohne gute und zuverlässige Mitarbeiter erfolgen kann und diese nicht auf der Strecke bleiben dürfen.

In jeder Branche wird über einen extrem steigenden Fachkräftemangel geklagt, daher kann sich ein Unternehmen heute eigentlich nicht mehr den Hochmut leisten, mit der Belegschaft nicht reden zu wollen.

 

Allein der Lohn-Abstand zum Branchenflächentarifvertrag der Metall-Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt beträgt bei den Grundentgelten ca. 20 % weniger. Das ist nicht mehr haltbar! Da die Geschäftsführung weiterhin alle Gespräche ablehnt, wurde heute erneut für Lohnanpassung und einen Tarifvertrag vier Stunden gestreikt. 

 

Nach einem kurzen Streik vor Ort fuhr die IG-Metall-Streik-Demo nach Köthen um ihren Forderungskatalog beim Landrat persönlich einzuwerfen und auch vor dem Amt laut auf die Probleme im FEV Dauerlaufprüfzentrum aufmerksam zu machen. Dann ging es nach Bitterfeld, wo der Protestzug eine kleine Runde von der Innenstadt zum Marktplatz zog. Der heutige Streik endet wieder mit der Hoffnung:

 

“Dass endlich jemand zuhört und handelt”.

 

 
Forderung der IG Metall: +8% mehr Lohn per Tarifvertrag

Der Arbeitskampf im FEV Dauerlaufprüfzentrum in Brehna weitet sich nun weiter aus.  Nach nunmehr fünf  Warnstreiks am 08. April, am 13. Mai, 09. Juni, 14. Juni und am heutigen 21. Juni dieses Jahres, steigert die IG Metall jetzt die Intensität des Arbeitskampfes und ruft zu weiteren Warnstreiks auf, denn nach wie vor verweigert der Arbeitgeber jegliche Gespräche mit der Gewerkschaft. 

 

Mehr zum Hintergrund

Die IG Metall fordert im Namen ihrer Mitglieder für den Ingenieursdienstleister FEV DLP in Brehna eine Entgeltsteigerung von +8% und einen Tarifvertrag für den Standort.

 

 

Lesen Sie dazu auch:

 

“Hört uns zu!” – Streik im FEV DLP Brehna – Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region (hallelife.de)

 

Arbeitskampf im FEV DLP in Brehna – Warnstreiks gehen weiter – Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region (hallelife.de)

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht FEV Dauerlaufprüfzentrum – Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region (hallelife.de)

 

FEV erweitert Dauerlaufprüfzentrum in Brehna – Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region (hallelife.de)

 

Die FEV DLP GmbH erweitert erneut ihre Kapazitäten in Brehna – Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region (hallelife.de)

 

 

IG Metall Halle-Dessau

www.halle-dessau.igmetall.de

 

1 Comment so far

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  1. Ian
    #1 Ian 21 Juni, 2022, 20:16

    Das ist offensichtlich ein sehr einseitiger Bericht. Das FEV Dauerlaufprüfzentrum in Brehna betreibt überwiegend Motorenprüfstände für Verbrennungsmotoren. Auf diesen Prüfständen werden Motoren getestet, um die Dauerhaltbarkeit der Motoren für die Auftraggeber, welche meist die Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller sind, nachzuweisen. Jeder kann sich vorstellen, wie sich damit die Auftragslage jetzt und zukünftig entwickelt, nachdem die EU angekündigt hat, dass ab 2035 keine Verbrennungsmotoren für Pkw mehr zugelassen werden dürfen: extremer Preiskampf um Aufträge und schwindendes Auftragsvolumen.
    In einer solchen Situation, wo es vorrangig um die Sicherung der Arbeitsplätze geht, überzogene Forderungen nach Gehaltserhöhung zu stellen, die kein Kunde bereit ist zu bezahlen, ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Ian

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