Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt gespalten

Blitzumfrage | Arbeitswelt - Ausbildung
von hallelife.de | Redaktion

Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungs­markt im südlichen Sachsen-Anhalt durcheinandergeschüttelt – allerdings sind die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark betroffen. „Unternehmen, die mit weiterhin starken Einschränkungen zu kämpfen haben oder die Konsumzurückhaltung ihrer Kunden spüren, agieren bei neuen Ausbildungsverträgen logischerweise vorsichtig“, hat Dr. Simone Danek beobachtet, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK).

Als Beispiele nennt sie Hotels und Gastronomiebetriebe, aber auch die Reisewirtschaft und Eventmanagementfirmen. In anderen Branchen hätten verschobene Bewerbungsgespräche die Ausbildungsplatzvergabe verzögert. Wieder andere Betriebe halten unverändert an ihren Fahrplänen fest und stellen Azubis ein. „Wegen der Corona-Pandemie ist der Ausbildungsmarkt in unserer Region gespalten“, fasst Danek die aktuelle Situation zusammen.

Eine bundesweite Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern soll Klarheit bringen. Im südlichen Sachsen-Anhalt werden dafür jetzt mehr als 1.000 aktive Ausbildungsunternehmen per E-Mail kontaktiert. „Wir wollen die Einschätzungen unserer Unternehmen in dieser Ausnahmesituation besser kennenlernen“, erklärt Danek. Die Ergebnisse sollen mithelfen, das kommende Konjunkturpaket der Bundesregierung zu konkretisieren und die Ausbildungsunternehmen im Land noch besser zu unterstützen. „Nur wenn die geplanten Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket zielgenaue Anreize setzen, werden sie die vorhandene Ausbildungsbereitschaft heben können“, schätzt die IHK-Geschäftsführerin. Danek bezieht sich auf Prämien, wenn Azubis aus insolventen Firmen übernommen werden, oder vorübergehende Ausweichlösungen, wenn die Ausbildung in einem Unternehmen nicht fortgesetzt werden kann

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