Eigene Klinik für Gastroenterologie in Martha-Maria

von 29. Juni 2015

Die offizielle Einführungsveranstaltung findet am 8. Juli um 11:30 Uhr im Krankenhaus statt.

Dr. Krummenerl kam 2010 als Oberarzt in die Klinik für Innere Medizin I unter der Leitungvon Chefarzt Dr. Markus Seige. Damals entschied man gemeinsam, die Gastroenterologie,zunächst als angegliederte Abteilung in der Klinik für Innere Medizin I zu belassen. Damithatte Dr. Krummenerl die Möglichkeit, sich voll auf die medizinisch-fachlichen Aufgaben inseiner Abteilung zu konzentrieren.

Die steigenden Patientenzahlen, eine hervorragende technische Ausstattung und die engeZusammenarbeit auch mit dem Darmkrebszentrum ließen es jedoch nun geraten scheinen,die Gastroenterologie zur eigenständigen Klinik umzustrukturieren. Die Angliederung derGastroenterologie an die Kardiologie war zwar in Dölau so gewachsen, aber in den meistenKrankenhäusern sind Gastroenterologie und Kardiologie zwei eigenständige Bereiche, wasmedizinisch gesehen auch sinnvoll ist. Dr. Markus Seige ist mit Blick auf die Weiterentwicklungder beiden Kliniken überzeugt: „Wir haben einen Zustrom an kardiologischenund gastroenterologischen Patienten, dem wir bisher noch nicht in vollem Umfang gerechtwerden konnten. Zwei eigenständige Kliniken bieten ein erweitertes Entwicklungspotenzial,
das nun durch die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen auch genutztwerden muss.“ In der neuen Struktur kann man von der gewachsenen Gemeinsamkeit profitieren.Andererseits bietet sie beiden Kliniken neue Chancen für eine Weiterentwicklung undSpezialisierung – zum Beispiel in der kardiologischen Abteilung die Einführung der Elektrophysiologieund in der Gastroenterologie den Ausbau der Diabetologie. Damit erreicht mandie bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Die Gastroenterologie hat auch jetzt schon eine hervorragende Ausstattung und bietet einumfangreiches Portfolio an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Endoskopieund Ultraschalldiagnostik. „Wir bekommen daher auch viele Patienten mit gastroenterologischenFragestellungen aus anderen Krankenhäusern.“, so Krummenerl. Der gute Ruf derAbteilung ist nach seiner Überzeugung vor allem auch ein Resultat der optimalen interdisziplinärenZusammenarbeit.

Mit einer leistungsfähige Visceralchirurgie und einer hochmodernen Radiologie zusammenarbeitenzu können, ist ein Pfund, das Krummenerl nicht mehr missen möchte: „Diese dreiRäder müssen ineinandergreifen. Wenn eines davon nicht funktionstüchtig ist, bricht dasganze System zusammen. Wenn sie aber intensiv miteinander kooperieren, dann ist diesesSystem unüberbietbar.“

Krummenerl wird auch als neu gekürter Chefarzt weiterhin in der Prüfungskommissionsitzen. Somit ist die neue Klinik für Gastroenterologie auch für Studenten der Medizin inWeiterbildung zum Facharzt eine attraktive Anlaufstelle.

Martha-Maria ist ein selbstständiges Diakoniewerk in der Evangelisch-methodistischen Kirche, die zur Arbeitsgemeinschaftchristlicher Kirchen gehört, und Mitglied im Diakonischen Werk. Zu Martha-Maria gehören vier Krankenhäuser,zwei Berufsfachschulen für Krankenpflege, acht Seniorenzentren und zwei Erholungseinrichtungen mitinsgesamt mehr als 3400 Mitarbeitenden in Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg.