15. Patiententreffen: Die Besonderheiten der Transplantationsmedizin

Universitätsklinikum Halle | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Medizin ist nicht gleich Medizin. Dies zeigt sich gerade bei der Nierentransplantation. Durch die Immunsuppressiva und Begleitmedikationen werden sowohl Symptome als auch Krankheitsverläufe deutlich beein­flusst bzw. Erkrankungen gefördert. Was ist hierbei so anders? Spiegeln sich diese Besonderheiten aber auch in den Regelungen und der Gesetzgebung wieder? 

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Patiententreffens „Nierentransplantation“ besprochen. Dieses findet am Samstag, 16. November 2019, zum 15. Mal statt. Veranstaltungsort ist das Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, Hörsaal und Foyer. Auf dem Programm stehen wie immer verschiedene Fachvorträge. Nach jedem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion und Fragen an die Experten zu stellen. Das Patiententreffen findet seit 2005 jährlich statt und hat jeweils mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Diese Informationsveranstaltung für Patienten und Angehörige zum Thema Nierenerkrankungen und Nierentransplantation ist zu einem festen Bestandteil für alle Betroffenen und Interessierten in Sachsen-Anhalt geworden. Die Gäste erhalten Informationen über neue Aspekte zur Nierentransplantation. Organisiert wird die Veranstaltung durch die Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie (Prof. Dr. Paolo Fornara) und die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Prof. Dr. Matthias Girndt). Das Themenspektrum der Veranstaltung ist wie immer breit gefächert. Die Expertinnen und Experten berichten über neue Entwicklungen im Bereich der Transplantationsmedizin und die Patienten erfahren Wissenswertes für den alltäglichen Umgang mit ihrer Erkrankung.

Den Auftaktvortrag hält Professor Fornara. Er spricht über den Unterschied zwischen Transplantationsmedizin und „normaler“ Medien. Häufig leiden Patienten direkt nach der Transplantation an einer Lymphorrhoe bzw. Lymphozele. Aber warum kommt es dazu und wie ist es zu verhindern? Was kann man dann dagegen tun? Fragen, die sehr viele Nierentransplan­tierte betreffen. Dr. Karl Weigand wird Antworten auf die Fragen geben. Statine haben eine gut bewiesene Wirksamkeit in der Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse und finden eine breite Anwendung. Es gibt jedoch kaum Medikamente, die in den Medien ähnlich heiß diskutiert und von vielen nur unter Bedenken eingenommen werden. Wer, wann, von welchem Lipidsenker profitiert und welche Risiken beste­hen, darüber berichtet Dr. Annekathrin Fritz..

Organspende ist ein sensibles Thema. Aber wie ist es, wenn man selbst davon betroffen ist und vor der schweren Entscheidung steht, dieser zuzustimmen. Über ihre persönlichen Erfahrungen darüber werden Sylva und Steffen Lindau berichten. Transplantierte Patienten bedürfen eines besonderen  Augenmerks um die Transplantation und in der Nachsorge. Dafür ist eine strukturierte Versorgung notwendig. Was dies umfasst und bedeutet wird Dr. Wolfgang Arns (Köln) erläutern.

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