Dritter Herzkatheter-Messplatz erweitert die Behandlungsmöglichkeiten für Herzpatienten

Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale)
Sehen, messen, schonend behandeln | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Laut des Herzberichts 2020 der Deutschen Herzstiftung leiden die Menschen in Sachsen-Anhalt im bundesdeutschen Vergleich überdurchschnittlich häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auffällig stark betroffen ist vor allem schon die Altersgruppe der 40- bis 55-Jährigen.

„Die große Welle der behandlungsbedürftigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen rollt daher erst noch auf uns zu“, warnt Prof. Dr. Daniel Sedding, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III von der Universitätsmedizin Halle anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Herzkatheters. „Mit diesem hochmodernen, dritten Herzkatheter-Messplatz steigert die Universitätsmedizin Halle (Saale) ihre Kapazitäten und Behandlungsmöglichkeiten in der kardiovaskulären Medizin. Damit gewährleisten wir auch zukünftig für die Menschen im südlichen Sachsen-Anhalt eine herausragende Versorgung.“

Der neue Herzkatheter-Messplatz ist darauf ausgelegt, sowohl chronische als auch akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Hierfür stehen modernste intravaskuläre Bildgebungsverfahren und neueste, äußerst schonende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Dank spezieller Raumlufttechnik, die für eine hohe Hygienekategorie sorgt, können auch Herzschrittmacher- und Defibrillator-Implantationen oder Eingriffe an Herzklappen vorgenommen werden. „Wir sind mit diesem Gerät technisch auf höchstem Niveau ausgestattet“, erklärt Prof. Sedding „Die steigenden interventionellen Möglichkeiten moderner Herzkatheter-Messplätze machen heutzutage oft hochaufwendige und risikoreiche Operationen überflüssig.“ Der Messplatz arbeitet zudem strahlungsarm und hilft, die Kontrastmittelgabe zu minimieren, die in großer Menge die Nierenfunktion belasten kann.

Bei akuten kardiologischen Erkrankungen wie einem Herzinfarkt, einem kardiogenen Schock oder einer Reanimation ist Zeit ein entscheidender Faktor, um Leben zu retten. Je schneller der Rettungsdienst Patientinnen und Patienten zum Krankenhaus transportiert, desto höher die Überlebenschancen. Doch auch innerhalb des Klinikums sind Infrastruktur und Logistik wichtig für eine zeitnahe und damit erfolgreiche Versorgung. Der neue Herzkatheter-Messplatz ist für verkürzte und optimierte Behandlungswege deshalb unmittelbar an einen Schockraum und die Intensivversorgungskapazitäten des Universitätsklinikums angebunden.

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