Onkologische Spitzenmedizin: Hallesche Unimedizin vereinbart Kooperation

Universitätsklinikum Halle | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Fast 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an einem bösartigen Tumor. Die Diagnose Krebs schockiert noch immer die Betroffenen. Dabei ist in den vergangenen Jahren die Krebssterblichkeit zurückgegangen und die Lebenserwartung von Tumorpatienten gestiegen. Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung brauchen eine optimale und umfassende Diagnostik und Therapie, um von den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Medizin profitieren zu können. 

Neben der seit langem sehr engen, erfolgreichen und kollegialen Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und Krankenhäusern in Halle beschreitet nun die Universitätsmedizin Halle (Saale) – Universitätsklinikum (UKH) und Medizinische Fakultät – neue Wege. Sie kooperiert künftig mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der größten Universitätsmedizin in Deutschland, und bindet gleichzeitig das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau und das hallesche Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) konstitutiv in die Zusammenarbeit ein.

Die hallesche Universitätsmedizin unterzeichnet am Mittwoch, 20. November 2019, im Rahmen eines festlichen Symposiums die Kooperationsverträge mit der Charité sowie dem Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau und den St. Elisabeth und St. Barbara Krankenhaus Halle. Die Veranstaltung findet in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zwischen 17 und 19 Uhr statt. Der Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC), Prof. Dr. Ulrich Keilholz, wird aus Sicht der Berliner Spitzenforscher die Bedeutung der Kooperation erläutern. Die Vertreter der halleschen Krankenhäuser referieren über die Rolle des regionalen onkologischen Netzwerkes.

Comprehensive Cancer Center sind sogenannte Onkologische Spitzenzentren. Betroffene in einer großen Region sollen die bestmögliche Krebsversorgung erhalten und gleichzeitig sollen aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung zügig in die klinische Praxis überführt werden.  Die Onkologischen Spitzenzentren sind ein Förderschwerpunktprogramm der Deutschen Krebshilfe. Zwei dieser Spitzenzentren gibt es in den ostdeutschen Bundesländern: Berlin und Dresden. An der Charité wurde 2008 das CCCC gegründet. Das onkologische Zentrum der halleschen Universitätsmedizin – das Krukenberg Krebszentrum (KKH) – wird, zusammen mit den etablierten Onkologischen Zentren der Krankenhäuser Martha-Maria und St. Elisabeth und St. Barbara, nun gemeinsam mit dem Berliner CCC bei der Deutschen Krebshilfe einen Antrag zur Förderung als gemeinsames Konsortium stellen. Darin werden auch die Organkrebszentren des Universitätsklinikums Magdeburg aufgenommen.

Das Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) steht für eine interdisziplinäre, multiprofessionelle und patientenorientierte Zusammenarbeit, gestützt auf neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Durch das Charité Comprehensive Cancer Center wird die Zusam­me­narbeit auf dem Gebiet der Krebsmedizin unter den ver­schie­denen CharitéCentren, den Inter­diszi­pli­nären Organ­tumor­zentren und Fachdisziplinen über­­greifend orga­ni­siert und koor­diniert. Mit einer verein­heit­lichten inter­diszi­pli­nären Diag­nostik, Thera­pie, Nach­sorge und Reha­bili­tation sowie moder­nen Strate­gien zur Präven­tion und Früh­erken­nung von malig­nen Erkran­kun­gen ver­folgt die Charité eine medi­zinisch-onko­lo­gische Ver­sor­gung auf einem hohen klini­schen und wissen­schaft­lichen Niveau. Im Rahmen von klini­schen Stu­dien und Projekten der trans­latio­nalen For­schung kön­nen Tumor­patien­tinnen und -patienten unmit­tel­bar vom wissen­schaft­lichen Fort­schritt profi­tieren.

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