Reiseapotheke gehört bei Ausflügen in die Natur mit ins Gepäck

Dr. Münch präsentiert eine Auswahl für die Reiseapotheke - Fotos: Pohl, AKSA
Apotheke | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Wer zu Fuß, mit dem Rad, per Inlineskates einen Ausflug in die Natur plant oder anderweitig sportlich aktiv ist, sollte eine kleine erste Hilfe Notausrüstung im Gepäck haben. „Schürfwunden, leichtere Sportverletzungen oder Insektenstiche können meist selbst versorgt werden. Das setzt jedoch voraus, dass die Ausflügler für diese Eventualitäten die richtigen Utensilien mit sich führen und gilt ganz besonders, wenn Kinder dabei sind.

Eine Auswahl an Pflastern, sterilen Kompressen und Mullbinden gehören zum Standard. Genauso wie eine Schere, Pinzette und Reinigungstücher“, informiert Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.

Oberstes Gebot bei einer Verletzung ist immer die gründliche Reinigung der Wunde. Dazu kann schon sauberes klares Wasser dienen. Noch besser ist, ein Wunddesinfektionsmittel dabei zu haben. Stärkere Blutungen müssen mit einem Kompressionsverband gestoppt werden. Schnittverletzungen können mit Pflasterstrips fixiert werden. Apotheker Dr. Münch: „Es ist immer empfehlenswert, eine Auswahl an Verbandsmaterialien zur Hand zu haben. Und nach der Erstversorgung kann in einigen Fällen auch eine antiseptische Wundheilcreme helfen. Bei Verstauchungen hilft ein kühlendes Spray.“

Je nachdem wohin der Ausflug geht und für wie lange er geplant ist, muss man auch an andere gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie z.B. Kopfschmerzen, denken. Dank der Vor-Ort-Apotheken sind Arzneimittel praktisch rund um die Uhr verfügbar. Dennoch sollte eine kleine, individuelle „Notausrüstung“ neben den Arzneimitteln für die Dauertherapie immer mit ins Gepäck. Über das übliche Equipment hinaus gehören in eine Reiseapotheke pandemiebedingt jetzt auch Masken, Desinfektionsmittel und ggf. Corona-Selbsttests. „Gerne helfen unsere landesweit 577 Apotheken bei der richtigen Zusammenstellung“, so der Kammerpräsident.

Außerdem sollte an die Möglichkeit von Mücken- oder Zeckenstichen gedacht werden. Präventiv nutzbar sind wirksame Repellenzien (Insektensprays). Im Fall des Falles hilft eine Zeckenzange oder -karte, die Plagegeister wieder sicher zu entfernen. Auch danach leistet ein Wunddesinfektionsmittel einen wertvollen Beitrag für die Erstversorgung. Bei Mückenstichen lindern kühlende Gele oder kleine Geräte zur punktuellen Wärmetherapie. „Mit unserem Fachwissen möchten wir dabei unterstützen, dass Sie die nun wieder möglichen Ausflüge und Urlaube genießen können. Für den Eventualfall können wir Sie ausführlich beraten“, animiert Dr. Münch dazu, sich in der Apotheke vor Ort unterstützende Tipps einzuholen.

 

 

 

Möglicher Inhalt einer Reiseapotheke  Foto: Pohl, AKSA)


Inhalt für eine Erste-Hilfe-Tasche:

Schere, Pinzette, Fixierpflaster, Verbandpäckchen 80x100 mm, Fixierbinde 6 cm x 4 m, Fixierbinde 8 cm x 4 m, Wundpflaster 10 cm, Pflasterstrips in 2 Größen, Wundkompressen 7,5x7,5 cm, Reinigungstücher, 1 Rettungsdecke, Erste–Hilfe–Handschuhe

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