Verbreitung des Coronavirus eindämmen - Universitätsmedizin Halle (Saale) impft Beschäftigte mit AstraZeneca

Astra Zeneka 2021 UKH -Bild Universitätsmedizin Halle (Saale)
Corona-Pandemie | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Die Universitätsmedizin Halle (Saale) hat ihre Beschäftigten mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca geimpft. „Es ist entscheidend, dass wir zum Schutz vor dem Coronavirus alle zugelassenen und verfügbaren Impfstoffe einsetzen und für unsere und die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten nutzen. Auch der Impfstoff von AstraZeneca schützt vor einem schweren und tödlichen Verlauf durch das Coronavirus“, sagt Prof. Dr. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Klinikumsvorstands des Universitätsklinikums Halle (Saale).

 

Insgesamt hat die Universitätsmedizin Halle an diesem Freitag 230 Impfdosen AstraZeneca erhalten. Die zunächst zugesagte Lieferung von rund 820 Impfdosen war aufgrund eines unsachgemäßen Transports wieder an das Land zurückgegeben worden. „Wenn Zweifel an dem sachgemäßen Transport des Impfstoffs besteht, lehnen wir es ab, das Vakzin an unsere Beschäftigten zu verimpfen“, erklärt der Ärztliche Direktor.

Impfung des AstraZeneca-Impfstoffes durch den Ärztlichen Direktor der Universitätsmedizin Halle (Saale), Prof. Dr. Thomas Moesta

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Impfstoff erhalten haben, arbeiten als pflegerische Fachkräfte auf einer der Covid-19 Normal- und Intensivstationen, in der Zentralen Notaufnahme, im Zentral-OP, in der Geburtshilfe oder als Ärztin/Arzt in der Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde (HNO). Dr. Luise Wagner gehört in den Bereich der Kategorie I, das heißt, sie arbeitet in einem Bereich des Universitätsklinikums mit hoch vulnerablen Patientengruppen. „Wir arbeiten sehr nahe mit unseren Patientinnen und Patienten. Daher ist mir der Schutz für sie besonders wichtig und es ist aus gesellschaftlichen Gründen relevant, sich impfen zu lassen. Denn nur, wenn wir alle eine Immunisierung haben, können wir dem Coronavirus Einhalt gebieten“, betont die Medizinphysikerin, die vor allem hörgeschädigte Patienten behandelt. Bedenken gegen das Präparat von AstraZeneca hat sie nicht. „Ich gehe davon aus, dass die Entwicklung einwandfrei gelaufen ist. Eine 75-prozentige Wirksamkeit ist besser als eine 40-60-Prozentige wie bei einer Grippeschutzimpfung oder null Prozent, wenn ich gar nicht geimpft bin“.

Der Impfstoff von AstraZeneca war nach einer Studie der britischen Oxford Universität jüngst in die Kritik geraten und hatte zu Diskussionen innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft und bei politischen Entscheidungstagenden bezüglich der Wirksamkeit bei der Virus-Mutation aus Südafrika geführt. Davon unbenommen bietet der Impfstoff von AstraZeneca aber einen guten bis sehr guten Schutz vor dem in Deutschland aktuell vorherrschenden Corona-Virus. Auch vor der bereits mehrfach in Deutschland aufgetretenen britischen Virus-Mutation wird ersten Studien zufolge ein guter Impfschutz erreicht. „Ich gehe davon aus, dass wir sehr wahrscheinlich jährlich eine Auffrischungsimpfung der Coronavirus-Impfung erhalten – so wie bei der Grippeimpfung“, betont Prof. Thomas Moesta.

An der Universitätsmedizin Halle (Saale) konnten von den etwa 5.400 Beschäftigten entsprechend der bisherigen Zuteilung von Impfdosen seitens des Landes bislang 602 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft werden. Nach Biontech/Pfizer und Moderna ist AstraZeneca der dritte Impfstoff, der in Deutschland und an der Universitätsmedizin Hale (Saale) als Schutz gegen das Coronavirus eingesetzt wird.

 

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