14.09.2017, 11:01 Uhr von hallelife.de | Redaktion

Halle-Neustadt

Scheibe A - Fakten zum Bürgerentscheid

Am 24. September 2017 sind alle Hallenser aufgefordert, parallel zur Bundestagswahl am Bürgerentscheid über die Nutzung der Scheibe A in Halle-Neustadt als Verwaltungsstandort der Stadt abzustimmen.

Die Frage auf dem Stimmzettel lautet:

„Sind Sie dafür, dass die Stadt Halle (Saale) die sanierte Hochhausscheibe A in Halle-Neustadt als neuen Verwaltungsstandort zu einer Nettokaltmiete von maximal 9,90 Euro/m² pro Monat für einen Zeitraum von 30 Jahren anmietet?“

                                   JA                             oder                          NEIN

Die Stadtverwaltung umfasst derzeit 1.629 aktive Mitarbeiter, die ein ständiges Büro benötigen. Diese verteilen sich auf derzeit 26 Standorte über das Stadtgebiet. Künftig soll die Verwaltungsorganisation auf 17 Standorte gestrafft werden. Erreicht werden soll dies über eine Konzentration von ca. 450 Mitarbeitern in der Scheibe A. Der derzeit größte Verwaltungsstandort mit 451 Mitarbeitern ist am Stadion 5/6 in Halle-Neustadt. Dort wäre noch Platz für 50 weitere Mitarbeiter. Alle anderen Standorte sind deutlich kleiner. Im Ratshof sind derzeit 269 Mitarbeiter untergebracht.

Damit ist das Gebäude ebenfalls nicht ausgelastet. Das Nutzungskonzept der Scheibe A ist bislang nicht klar. Zunächst sollte ein Sozialrathaus entstehen, was weite Wege für die Bewohner anderer Stadtteile bedeutet hätte. Nun ist ein
technisches Rathaus im Gespräch. Letztlich entscheidet über die Belegung allein der Oberbürgermeister.

 

Was spricht für und was gegen die Scheibe A?

Pro

Contra

Die seit fast 20 Jahren leerstehende
Hochhausscheibe wird wiederbelebt.

Ein Mietvertrag über 30 Jahre ist absolut unüblich.
Der Landesrechnungshof empfiehlt maximale
Mietverträge über 10 Jahre abzuschließen.

Die städtischen Mitarbeiter bringen Kaufkraft ins
Neustädter Zentrum und könnten so zu einer
Aufwertung beitragen.

Die maximale Miethöhe von 9,90 Euro/m²
(Kaltmiete) ist für Gewerberaum in Halle-
Neustadt deutlich zu hoch.

Die Nutzung der Scheibe A durch die Stadt
könnte die Eigentümer der verbleibenden drei
Hochhausscheiben zur Sanierung animieren.

Die ca. 450 Mitarbeiter werden aus anderen,
meist innerstädtischen Standorten abgezogen.
Dadurch werden die Wege für alle
Hallenser östlich der Saale länger.

Die Anzahl der Standorte der Stadtverwaltung
wird reduziert.

Es entsteht eine Konzentration der Verwaltung in
Halle-Neustadt. Künftig würden dann fast zwei
Drittel der Verwaltung in Halle-Neustadt sitzen.

 

Der Wegzug der städtischen Mitarbeiter schmälert
die Kaufkraft der Altstadt. Um die Scheibe A zu
füllen, werden teilweise Mitarbeiter von anderen
Standorten abgezogen. Dadurch entstehen dort neue,
unwirtschaftliche Leerstände.

 

Die Scheibe A verfügt über eine Nutzfläche von
ca. 11.000 m². Damit könnten entweder deutlich
mehr als die geplanten 450 Mitarbeiter dort
untergebracht werden oder die Büros wären im
Vergleich zu einem Neubau deutlich zu groß.

Bei einer durchschnittlichen Bürofläche je
Mitarbeiter von 10,8 m² (wie es bei einem
Neubau wäre) könnten in der Scheibe A bis
zu 726 Mitarbeiter untergebracht werden.

Die aufgeführten Aspekte sollen Ihnen eine Entscheidungsgrundlage für den Bürgerentscheid geben.

Bitte nehmen Sie am 24. September 2017 an der Abstimmung teil!

Ihr Votum bestimmt die Verwaltungsstandorte für die nächsten 30 Jahre.

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