Kunststiftung bringt „Beautiful Mind. Ein Schmuckstück für Cranach“ in die Finnische Nationalgalerie nach Helsinki

BEAUTIFUL MIND. Ein Schmuckstück für Cranach| Amelie trägt den Halsschmuck Perlenreif von Kerstin Mayer Foto: René Arnold
Kunststiftung Sachsen-Anhalt | Kunst & Kultur
von hallelife.de | Redaktion

Vom 26. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 wird eine Auswahl der Schmuckstücke, die im von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt initiierten bundesweiten Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« entstanden sind, in der Finnischen Nationalgalerie in Helsinki im Rahmen der Ausstellung »LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « gezeigt. Damit wird einmal mehr die Vielseitigkeit des Einflusses von Lucas Cranach auf zeitgenössische Künstler deutlich. Die meisten der 17 ausgewählten Schmuckarbeiten sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen-Anhalt. Kein Zufall, denn die renommierte Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit ihrer international bekannten Schmuckklasse hat hier ihren Standort.

Teilnehmende Schmuckkünstlerinnen und Schmuckkünstler sind Mareen Alburg Duncker, Antje Bräuer, Bettina Dittlmann, Georg Dobler, Beate Eismann, Anne Fischer, Kirsten Garzareck, Franzizka Höhne, Svenja John, Jutta Kallfelz, Melanie Kölsch, Christine Matthias, Kerstin Mayer, Dorothea Prühl, Theo Smeets, Silke Trekel und Andrea Wippermann.

Der 2014 national ausgeschriebene Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« wurde anlässlich des Cranach-Jahres 2015 von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ausgelobt. Von den 146 Teilnehmern aus allen Bundesländern gewannen Bettina Dittlmann aus Bayern, Beate Eismann aus Sachsen-Anhalt und Svenja John aus Berlin den ersten bis dritten Preis. Zusammen mit 48 weiteren ausgewählten Arbeiten waren ihre Schmuckstücke zunächst im Rahmen der Landesausstellung »Lucas Cranach der Jüngere — Entdeckung eines Meisters« 2015 in Lutherstadt Wittenberg, 2016 im Schmuckmuseum Pforzheim und Kunstgewerbemuseum in Berlin ausgestellt.

Zu Cranachs Lebzeiten waren aufwendig aus kostbaren Metallen, Perlen und Edelsteinen gefertigte Schmuckstücke Ausdruck für den Reichtum und sozialen Status ihrer Träger und Trägerinnen. Der Wettbewerb »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« fragte nach zeitgenössischen künstlerischen Interpretationen von Renaissanceschmuck. Gemeint war hier im Besonderen der Schmuck, den Cranach der Jüngere, seine Frauen, Söhne und Töchter und die von ihm porträtierten Zeitgenossen getragen haben. Die große Zahl eingereichter Arbeiten macht deutlich, dass es für die Schmuckkünstlerinnen und -künstler offenbar ein anregender Gedanke ist, das Grundthema des Schmucktragens zwischen Selbstdarstellung und sozialer Disktinktion zeitgenössisch zu verorten. Die Menschheitsgeschichte kennt unendlich viele Formen des Schmückens. Auch die Motivation der Herstellung von Schmuck hat sich immer wieder gewandelt. Die Konstante dabei ist die immer auch als Bekenntnis aufzufassende Selbstdarstellung des Menschen in Beziehung zu seinem sozialen Umfeld und als Ausdruck seiner individuellen Überzeugungen. Vor diesem Hintergrund schlagen die Schmuckstücke aus der Ausstellung »Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach« eine Brücke von der Kunst der Renaissance in die der Gegenwart und stehen zugleich für das breite Spektrum zeitgenössischer Schmuckkunst.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties « wird durch eine Publikation mit Beiträgen auch aus Deutschland und Dänemark sowie durch ein breites museumspädagogisches Rahmenprogramm begleitet.

»LUCAS CRANACH: Renaissance Beauties«
Sinebrychoff Art Museum
Bulevardi 40
00120 Helsinki
www.siff.fi
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 11−18
Mi 11−20
Sa -So 10−17
montags geschlossen

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