Fünf Künstlerinnen und Künstler auf der Suche nach Ideen für ein inspiriertes Objekt aus Glas

Aneta Koutná schaut dem Glaskunstmeister Peter Kuchinke über die Schulter. (Foto: Ines Engelmann/Kunststiftung)
Kunststiftung Sachsen-Anhalt | Kunst & Kultur
von hallelife.de | Redaktion

Wettbewerb „Weltkulturerbe trifft auf Immaterielles Kulturerbe“ in der Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg ist gestartet - Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger besucht Künstlerinnen und Künstler

Der Glaskunstwettbewerb "Weltkulturerbe trifft auf Immaterielles Kulturerbe", initiiert von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Land, ist gestartet! In einem Einführungs-Workshop, der vom renommierten Glaskunstmeister Peter Kuchinke geleitet wird, setzen sich die Künstler zum Teil erstmals mit dem Werkstoff auseinander. Peter Kuchinke, geboren 1963 in Ingelheim, wurde in Berlin und in Schweden zum Glasmacher ausgebildet und dann zum Meister und Glasschmelzer im italienischen Murano. In Schweden und Dänermark war er viele Jahre als selbständiger Glasmachermeister tätig. Eine Lehrtätigkeit hatte er an der Dänischen Hochschule für Design sowie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle inne.

Die fünf zum Wettbewerb eingeladenen Künstlerinnen und Künstler Aneta Koutná, Johannes Nagel, Sebastian Richter, Judith Runge und Julia Schleicher sollen sich zu ihrem Objekt vom gesamten Welterbe in Sachsen-Anhalt inspirieren lassen und den Welterbe­gedanken reflektieren. Entstehen soll ein handwerklich-technisch realisierbares, hochwertiges und vor allem benutzbares Alltagsobjekt aus Glas, das in den Museumsshops vermarktet werden kann.

Die erarbeiteten Entwürfe werden in einem zweiten Workshop im Oktober umgesetzt. Eine Jury kürt den 1. Platz, das Preisgeld beträgt 5000 Euro. Das Land Sachsen-Anhalt wird den Siegerentwurf produzieren lassen. Zu einem späteren Termin werden die Wettbewerbsbeiträge in Ausstellungen zu sehen sein.

Die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Manon Bursian, zeigte sich nach ihrem Besuch am ersten Tag des Workshops begeistert: "Wenn ein tausend Jahre altes Handwerk auf den Mut, die Phantasie und das Wagnis der zeitgenössischen Kunst trifft, dann kann Beeindruckendes entstehen. Wir können uns glücklich schätzen, dass die Firma Harzkristall den fünf Künstlern eine Aktualisierung von zeitgenössischen Gebrauchsgegenständen aus Glas ermöglicht."

Am Mittwoch, 2. September, wird der Staatssekretär für Kultur Sachsen-Anhalt, Dr. Gunnar Schellenberger, den Künstlerinnen und Künstlern in der Glasmanufaktur einen Besuch abstatten. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind dazu herzlich willkommen!

Termin: 2. September 2020, 10 bis 12 Uhr
Ort: Glasmanufaktur Harzkristall GmbH, Im Freien Feld 5, 38895 Derenburg

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