Wiederbelebung der Kulturlandschaft muss mit allen gelingen

Sachsen-Anhalt | Kunst & Kultur
von hallelife.de | Redaktion

Staats- und Kulturminister Rainer Robra ist am gestrigen Mittwochabend zu einem virtuellen Runden Tisch mit Musikschaffenden aus Sachsen-Anhalt zusammengekommen. Gegenstand des zweistündigen Gesprächs waren die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Musikszene in Sachsen-Anhalt.

Robra: „Auf Bundesebene war es ein Kraftakt, im jetzt gültigen Gesetz festzuhalten, dass der professionelle Probenbetrieb trotz Schließungen der Konzert- und Veranstaltungsstätten weitergehen darf. Nun müssen wir sehen, dass so bald wie möglich auch das Musizieren im Amateurbereich wieder möglich wird, dass Modellprojekte und dann auch Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen. Ich bin zuversichtlich, dass durch eine Kombination von mehr Impfungen, Schnelltests, Anmeldeverfahren, Begrenzungen nach Raumkapazitäten und abhängig von der Inzidenz schon bald wieder Musik gemacht werden kann.“

Robra betonte, dass die Wiederbelebung der Kulturlandschaft nur mit allen gelingen könne. Am Runden Tisch beteiligten sich daher Vertreterinnen und Vertreter der freien Musikszene, der Clubs und Veranstaltungsstätten, der privaten Musikschulen sowie selbstständige Musikvermittlerinnen und Bandmusiker. Auch die Kirchen- und Amateurmusik war vertreten. Die Beteiligten betonten, dass vor allem der Wiedereinstieg in den Probenbetrieb ermöglicht werden sollte und Veranstaltungen und Auftritte konkreter planbar werden sollen.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Schnitzer-Ungefug, erklärte: „Der Landesmusikrat begrüßt es sehr, dass auf Bundes- und Landesebene nunmehr, neben dem Sport, auch die musikalischen Aktivitäten als relevante Teile des gesellschaftlichen Lebens wahrgenommen werden. Wichtig wird sein, auch der Amateurmusikszene positive Signale zu senden und Regelungen zu treffen, damit sie in der Sommerzeit, beginnend im Freien, wieder Proben und dann auch Aufführungen planen kann.“

Kulturminister Robra stellte niedrigschwellige Coronahilfen für gemeinnützige Kulturvereine in Aussicht, wies auf das derzeit laufende Stipendienprogramm des Landes „Kultur ans Netz II“ für Kunstschaffende hin und bot an, ein solches Treffen in absehbarer Zeit zu wiederholen.

 

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