Das Mädchen K! - Arbeiten von Franca Bartholomäi in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Fotos: Manfred Boide
Ausstellung | Kunst & Kultur
von Manfred Boide

Die Künstlerin Franca Bartholomäi ist überregional bekannt für ihre eindrucksvollen Holz- und Scherenschnitte, für die sie mehrfach mit Kunstpreisen prämiert wurde. Sie zeigt mit ihren teilweise mehrere Meter hohen Scherenschnitten ihre Kunstfertigkeit und die eindrucksvollen Möglichkeiten dieser handwerklichen Technik.

In ihrer aktuellen Arbeit setzt sie sich mit einer eigenen Sicht mit dem weltberühmten vietnamesischen Versepos „Truyên Kiêu“ von Nguyên Du [1765-1820] und der deutschen Übersetzung unter dem Titel „Das Mädchen Kièu“ künstlerisch in einer Neuinterpretation des Werkes auseinander. Ausgangspunkt war die Präsentation des Werkes im Jahr 2018 am Goethe-Institut in Hanoi. Das Goethe-Institut ist einer der Hauptförderer des Kunstprojektes.

Nguyên Du zählt zu den großen Autorinnen der Weltliteratur. Das Werk über die Geschichte des Mädchens Kièu – eine Erzählung von körperlicher Gewalt gegen eine einzelne Frau – gilt als das bedeutendste der vietnamesischen Literatur und ist Teil des kulturellen Erbes Vietnams.

In ihren Arbeiten hat Franca Bartholomäi das traditionelle Medium des Holzschnitts raffiniert in zeitgenössischen Bildmotiven angewandt. Ihre gigantischen, bis zu 4 Meter hohen Scherenschnitte zeugen von einer enormen Kunstfertigkeit und heben das Medium Scherenschnitt auf ein neues Level, so die Kunststiftung. Sie selbst arbeitet gern in Stille und Zurückgezogenheit, denn der künstlerische Schaffensprozess verlangt Hingabe und Konzentration. Franca Bartholomäi [www.francabartolomaei.de] wurde 1975 in Hohenmölsen geboren und studierte von 1994 bis 2003 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studienrichtung Grafik bei Prof. Thomas Rug. Es folgten mehrere Stipendien im In- und Ausland, Ausstellungen sowie unzählige Preise für ihre Arbeiten. 

Die Ausstellung wird vom 4. Juni bis 1. August 2021 zu sehen sein.

Voranmeldungen für den Besuch der Ausstellung sind nicht erforderlich.

Um längere Wartezeiten auf Grund der beschränkten Besucherzahlen und der aktuell geltenden Schutzmaßnahmen zu vermeiden, empfiehlt die Kunststiftung die Tickets vorab zu buchen unter:  https://hallohalle.de/museen-kunsthallen/kunststiftung/

Weitere Informationen:
www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

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