Signifikante Signaturen

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Kunstforum | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

Am Dienstag übergab das Vorstandsmitglied der Saalesparkasse, Henning Krüger, den von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung eigens für den halleschen Keramiker Johannes Nagel produzierten Katalog aus der Reihe „Signifikante Signaturen“. Die Übergabe fand im Rahmen eines Werkstattfestes im Atelier des Künstlers statt. Bereits seit 1999 wird die Reihe „Signifikante Signaturen“ von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Michel Sandstein Verlag in Dresden herausgegeben

Signifikante Signaturen

Am Dienstag übergab das Vorstandsmitglied der Saalesparkasse, Henning Krüger, den von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung eigens für den halleschen Keramiker Johannes Nagel produzierten Katalog aus der Reihe „Signifikante Signaturen“. Die Übergabe fand im Rahmen eines Werkstattfestes im Atelier des Künstlers statt. Bereits seit 1999 wird die Reihe „Signifikante Signaturen“ von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Michel Sandstein Verlag in Dresden herausgegeben. Die Katalogedition unternimmt in jedem Jahr eine Entdeckungsreise durch die Kunst der Gegenwart. Dabei wird meist jungen Künstlern die Möglichkeit gegeben, mit einem eigens für sie und in direkter Zusammenarbeit mit ihnen erarbeiteten Katalog in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam zu machen. „Ziel ist es, den ausgewählten Künstlern, wie Johannes Nagel, eine besondere Visitenkarte an die Hand zu geben.“ … so Henning Krüger bei der Katalogpräsentation.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Sparkassen Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens und Sachsen-Anhalts. Seit 1995 begleitete sie gemeinsam mit den Sparkassen vor Ort über 1.300 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 40 Millionen Euro. Die erforderlichen Finanzmittel stammen aus den Erträgen des Stiftungsvermögens, dem überörtlichen Zweckertrag des Sparkassen-Lotterie-Sparens und den projektbezogenen Zusatzspenden der einzelnen Sparkassen. Im Zentrum dieses Engagements stehen Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Für die hallesche Region sind aus dem letzten Jahr insbesondere die Unterstützung der Feierlichkeiten zum tausendsten Todestage des Heiligen Brun von Querfurt, die Verleihung des Museumspreises Sachsen-Anhalt an die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg sowie die Förderung der Dauerausstellung des Händel-Hauses und das Engagement für die Rückkehr eines Gemäldes aus der berühmten Halle-Serie Lyonel Feiningers in die Stiftung Moritzburg im Gedächtnis geblieben. Darüber hinaus initiiert die Ostdeutsche Sparkassenstiftung eigene Projekte, wie zum Beispiel die Katalogreihe „Signifikante Signaturen“. In den Genuss dieser besonderen Förderung kamen für das Land Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren Johanna Bartl, Hans-Wulf Kunze, Thomas Blase, Katharina Blühm, Christian Weihrauch, Wieland Krause, Stefanie Oeft-Geffarth, Franca Barthomolmäi und Klaus Völker. 2009 ist es nun der hallesche Keramiker Johannes Nagel.

Spätestens seit dem im Jahr 2008 der Kunstpreis der heutigen Stiftung der Saalesparkasse für eine herausragende Diplomarbeit eines Absolventen der Hochschule für Kunst und Design Halle zum zweiten Male vergeben wurde, ist Johannes Nagel auch für die Saalesparkasse kein Unbekannter mehr. Den Juroren fiel damals seine Diplomarbeit „Alphabet und Improvisation“ auf, worauf hin ihm eine Anerkennung ausgesprochen wurde und er seine Arbeiten im Rahmen der Preisträgerschau im KUNSTFORUM HALLE ausstellen
konnte. Der 1979 in Jena geborene und jetzt in Halle lebende und arbeitende Künstler beschrieb sein Arbeit damals mit den Worten: "Behaupten heißt, etwas aus dem Stegreif für gültig erklären. Ich grabe Hohlräume in Sand und gieße sie mit Gips aus. Es entsteht ein Objekt, eine spontane Geste in Material gegossen." ... "Es ist eine Methode der Improvisation, der Stegreiferfindung, der spontanen Behauptung, die sich nur aus der eigenen Logik des Vorgangs erklärt. Die Unschärfe ist gemeint und eine ganz konkrete Behauptung."

Auch an den aktuellen Arbeiten unter dem Titel „form follows function“ wird schnell deutlich, dass der Arbeitsprozess an sich für Johannes Nagel wichtig ist und dass das Verhältnis von Form und Funktion seiner Gefäße oft das Ergebnis eines eng miteinander verknüpften Denk- und Herstellungsprozesses sind. Sich diesen Prozess vorzustellen, macht die Arbeiten von Johannes Nagel so spannend. Und so war auch die Frage nach dem spannendsten Ort für die Präsentation des mit eindringlichen Texten des halleschen Kunsthistorikers Michael Freitag versehenen Kataloges schnell von Johannes Nagel selbst entschieden: „Wir feiern ein Werkstattfest in meinem Atelier in der Burgstraße.“

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