Wer entscheidet über die Aufstellung von Skulpturen?

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Politik | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

Immer mal wieder werden im Stadtgebiet von Halle (Saale) Kunstwerke aufgestellt. Kunst ist Geschmackssache, und dass nicht jede Skulptur jedem gefällt, ist auch klar. Eine heftige Diskussion gab es deshalb vor ein paar Wochen um die Skulptur von Michael Morgner auf dem Vorplatz der Oper

Wer entscheidet über die Aufstellung von Skulpturen?

Immer mal wieder werden im Stadtgebiet von Halle (Saale) Kunstwerke aufgestellt. Kunst ist Geschmackssache, und dass nicht jede Skulptur jedem gefällt, ist auch klar. Eine heftige Diskussion gab es deshalb vor ein paar Wochen um die Skulptur von Michael Morgner auf dem Vorplatz der Oper.

Für die Fraktion MitBürger/Neues Forum Anlass genug, einen Antrag zu stellen und mehr Mitbestimmung zu fordern. Laut Gemeindeordnung ist der Stadtrat dazu befugt, über die Aufstellung von Kunstwerken zu befinden. Nur gemacht wurde es bislang so gut wie nie. Deshalb wollten die MitBürger mit ihrem Antrag erreichen, dass die Stadtverwaltung künftig bei jedem Kunstwerk vorher den Stadtrat eine Beschlussvorlage vorlegt. Im Kulturausschuss fand der Antrag jedoch keine Mehrheit, er wurde mit vier Ja- und sechs Nein-Stimmen abgelehnt.

“Wir sind als Stadträte verpflichtet, den öffentlichen Raum zu schützen”, hatte MitBürger-Rat Manfred Sommer zuvor noch einmal um Zustimmung geworben. Erwin Bartsch (Linke) signalisierte Zustimmung. Eine Information über eine bevorstehende Aufstellung, so wie es die Verwaltung bislang macht, reiche ihm nicht aus. Robert Bonan (SPD) sah hingegen derartige Entscheidungen in den Händen des Gestaltungsbeirats. Auch CDU-Rat Harald Bartl mochte sich dem MitBürger-Vorschlag nicht anschließen. “Wenn wir immer mehr eingreifen, können wir auch irgendwann die Spielpläne machen”, mahnte er.

Entwickelt hatte sich in der Kulturausschuss-Sitzung noch einmal eine Diskussion zum Opernplatz. “Verrümpelt”, sei dieser, bemängelte der sachkundige Einwohner Günter Kraus. “Für ein Opernhaus nicht repräsentativ.” Manfred Sommer hat genauer hingeschaut. Neben der umstrittenen Skulptur stehen dort unter anderem auch Fahrrad- und Werbeständer, Blumenkästen und Streusandkisten. Erwin Bartsch sagte, die Skulptur - die an die Opfer des 17. Juni 1953 erinnern soll - habe keinen ästhetischen Wert.

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