»Krieg – Eine archäologische Spurensuche«

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Sonderausstellung | Kunst & Kultur

Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Am 6. November des Jahres 1632 standen sich in der Schlacht von Lützen die Truppen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf und das kaiserlich-katholische Heer des legendären Generals und Söldnerführers Graf Albrecht von Wallenstein gegenüber. Es wurde eine der folgenschwersten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648). 

»Krieg – Eine archäologische Spurensuche«

Neben dem Schwedenkönig wurden während des Gefechts mehr als 6.500 Soldaten beider Seiten getötet. 47 dieser zahlreichen Opfer wurden 2012 im Rahmen der archäologischen Erforschung des Schlachtfeldes bei Lützen, in einem Massengrab liegend, entdeckt. 

Der Fund wurde im Ganzen geborgen, in den Folgejahren im Labor freigelegt und umfassend wissenschaftlich untersucht und war der Anlass sich dem Phänomen „Krieg“ aus dem Blickwinkel der Archäologie von der Vorzeit an zu nähern.

Das Massengrab von Lützen bildet dabei das Herzstück der Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, die mit auserlesenen Exponaten und eindruckvollen Inszenierungen die Schlacht von Lützen, den 30-jährigen Krieg sowie die ältesten Nachweise des Krieges beleuchtet.

Die archäologische Erforschung des Phänomens »Krieg« hat in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte gemacht: Schlachtfelder und Befestigungen wurden ausgegraben, Massengräber geborgen, unzählige Skelette mit Verletzungsspuren untersucht, Waffen sowie bildhafte Darstellungen und historische Texte analysiert – mit fundamentalem Erkenntnisgewinn.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte zeigt nun auf 1.000 m2 und mit Hilfe von prägnanten Objekten aus über 60 europäischen Museen und Sammlungen erstmals die wichtigsten Aspekte dieser Forschungen im Rahmen einer Sonderausstellung.

Massengrab aus der Schlacht von Lützen
Das Massengrab von Lützen während der Bearbeitung. Foto: Juraj Lipták
 

Bildgewaltig und mit neuesten Forschungsergebnissen wirkt der Ausstellungsteil »Die Schlacht von Lützen« wie eine Momentaufnahme, die uns aus unserer friedlichen mitteleuropäischen Welt in ein anderes Zeitalter stürzt. Die Frage drängt sich auf, wie weit die damaligen Ereignisse bzw. das »Phänomen Krieg« wirklich von uns entfernt sind. Um einer Antwort nahezukommen, gehen wir im Ausstellungsteil »Der Ursprung des Krieges« zurück zu den Wurzeln unserer Zivilisation und begeben uns auf eine archäologische Spurensuche, die bei den Jägern und Sammlern beginnt und bis zu den Kriegern der Bronzezeit führt.

 

Öffnungszeiten

Di-Fr: 9-17 Uhr
Sa, So und Feiertage: 10-18 Uhr
Montag nach Vereinbarung
24. und 31.12.2015 geschlossen

Eintrittspreise

(berechtigt zum Eintritt von Sonder- und Dauerausstellung)

Erwachsene:

8,- €

Ermäßigt:

6,- €

Kinder 6-14 Jahre:

3,- €

Gruppen (ab 10 Pers.):

6,- € pro Person

Schulklassen:

1,- € pro Person

Familien:

16,- €

 

 

Führungen (max. 15 Personen):
bis 15 Personen: 45,- € pauschal
Schulklassen: 1,50 € pro Person

Öffentliche Führungen jeden Dienstag um 17:00 Uhr und jeden Sonntag um 10:30 Uhr (Dauer 90 min). Voranmeldung erforderlich!

Bitte beachten Sie, dass Kinderwagen und Buggies nicht mit in die Ausstellungsräume genommen werden können (zwei Babytragesitze liegen an der Museumskasse zur kostenlosen Ausleihe bereit). Das Fotografieren in der Ausstellung ist nicht gestattet. Mobiltelefone bitten wir auszuschalten. Hunde müssen leider draußen bleiben. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Barrierefreiheit
Das Landesmuseum ist barrierefrei zugänglich. Mittels Fahrstuhl und Hublift können alle Ausstellungsräume erreicht werden. Ein Klapprollstuhl steht kostenlos zur Verfügung (Benutzung auf eigene Gefahr).

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