Geförderte Kurzfilm-Produktionen aus Sachsen-Anhalt auf großer Leinwand!

Geförderte Kurzfilm-Produktionen aus Sachsen-Anhalt auf großer Leinwand!
Filmstill - Paolos-Glueck
von 30. November 2022 0 Kommentare

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt lädt am Dienstag, den 6. Dezember 2022, um 19 Uhr zu ihrer neunten langen Kurzfilmnacht „wage-mutig“ ein.

 

Gezeigt werden im LUCHS KINO am Zoo in Halle (Saale) Filme mit Längen zwischen 3 und 30 Minuten, die im Rahmen des Filmförderungsprogramms der Kunststiftung entstanden sind. So verschieden die Gattungen der gezeigten Filme so unterschiedlich auch deren Inhalte.

Ausgezeichnet mit dem Prädikat „besonders Wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung ist „PAOLOS GLÜCK“ (siehe Foto) als liebevoller Mix aus handgemalter Kulisse und geformten Puppen, ein Kurzfilm über das Glück, der selbst beim Zuschauen glücklich macht. Der Puppentrickfilm handelt von einer kleinen Stadt, in der Menschen leben, die nichts fühlen. Nur Paolo erfreut an vielen Dingen und manchmal weint er vor Glück oder Trauer. Seine Tränen lassen wunderschöne Blumen erblühen. Als die Menschen dies entdecken, sind auch sie zum ersten Mal erfüllt von Glück. Dieses hält nur kurze Zeit. Die Blumen werden welk und neue Tränen werden benötigt. Paolos Gabe wird ausgebeutet. Zunehmend deprimiert, begeht er einen Schritt, der ihn davor bewahrt, ausgenutzt zu werden und die Menschen dazu bringt, zu ihren wahren Gefühlen zu stehen.

Premiere feiert der experimentelle Dokumentarfilm „Hoblekaŕnje – Ankleidezimmer“ der BURG-Absolventin Frauke Rahr. Zur Weihnachtszeit in sieben Dörfern der Lausitz gedreht, gibt der 20-minütige Film einen privaten Einblick in den Ankleideprozess des sorbischen Christkindes, dem „Bescherkind“. Ein Mädchen, gekleidet in sorbischer Tracht mit Kopfschmuck, Handschuhen und verschleiertem Gesicht, zieht mit einer geschmückten Reisig-Rute und einem Beutel mit Süßigkeiten und Früchten von Haus zu Haus. Um Erwachsenen Glück und Gesundheit zu bringen, werden diese vom Bescherkind mit der Rute berührt, Kindern streicht es über die Wange. Um nicht erkannt zu werden, bleibt das Bescherkind stumm. Der Film zeigt mit dem Bescherkind einen Teil der Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben, die Teil des immateriellen Kulturerbes in Deutschland sind.

Nach Vorführungen in der Türkei, Polen, den Niederlanden, Mazedonien und auch auf Filmfestivals in Deutschland wird der animierte Dokumentarfilm „Hotel Astoria“ erstmals in einem halleschen Kino präsentiert. Der Film befasst sich mit dem Hotel Astoria, dem magischen, nahezu heiligen Ort im Leipzig der 1980er Jahre, wo sich Geschäftsleute, Prostituierte, die Elite der SED und von Zeit zu Zeit auch das ganz normale Volk trifft. Doch Hummer, Lachs und Kaviar stehen nicht immer auf den Speisekarten, denn die Mangelwirtschaft macht auch nicht vor einem Regierungshotel halt. Und die Stasi? Die hat alles fest im Blick. Der Animadok-Film von Falk Schuster und Alina Cyranek lässt diesen sagenumwobenen Ort wieder aufleben. Persönliche, wirtschaftliche und personelle Abhängigkeiten werden in einem ganz besonderen DDR-Alltag anhand des Hotels erzählt.

 

Darüber hinaus werden das Musikvideo „Blinded By Life“ der Band Cocoon Fire, der Experimentalfilm „Der Morgen im Kiefernwald“ über das schrittweise Erblinden aus der Sicht der Protagonistin und der bewegte Bildband „Über Land und Straßen“ gezeigt.

Alle Filmemacherinnen und Filmemacher sind anwesend und stellen neben den Screenings ihre Produktionen in kurzen Gesprächen vor. Musikalisch umrahmt wird der Abend durch die Band „The Drug“.

„wage-mutig“ – 9. LANGE KURZFILMNACHT

am 6. Dezember 2022, um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr; Dauer bis ca. 22:30 Uhr)

im LUCHS KINO am Zoo Seebener Straße 172 in Halle (Saale)

 

Der Eintritt ist kostenfrei.

Die 9. LANGE KURZFILMNACHT „wage-mutig“ wird realisiert mit freundlicher Unterstützung der IMG Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

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